Beteiligungsverfahren zur Ausweisung der Trinkwasserschutzzone im Oberstauseegebiet

Relevante Informationen für die betroffenen Landwirte zur Feldlagerung von organischem Dünger, sowie zum Ausbringungsverbot von organischen Flüssigdüngern und zur Begrünungspflicht auf Hangflächen laut Verordnungsentwurf - http://geoportail.eau.etat.lu/pdf/hydrologie/Zone_de_protection/PRGD_Protection_lac_HS.PDF

Das Landwirtschaftsministerium teilt allen Landwirten, die von der Schutzzonenausweisung um die Obersauertalsperre betroffen sind, mit, dass ab sofort die relevanten Karten zu den Hangneigungen im Geoportal der Landwirtschaft einsehbar sind: https://bit.ly/2CU0c0i.

Die beiden Hangneigungskarten betreffen insbesondere die Punkte 6.11, 6.16 et 6.17 bezüglich der Lagerung von Stallmist und Kompost resp. des Anlegens von Silofeldmieten sowie die Punkte 6.26, 6.29, 6.30 (Unterpunkt 29) und 6.37 (Unterpunkt 35) bezüglich den Auflagen und Restriktionen punkto Ausbringung von organischen Flüssigdüngern sowie einer Begrünungspflicht. Die Unterpunkte 29 und 35 befinden sich demnach in der gleichen Karte.

Unter der Rubrik Schutzgebiete erhält der betroffene Landwirt die Möglichkeit, 3 verschiedene Karten auszuwählen und eine entsprechende Analyse hinsichtlich der betroffenen Flächen durchzuführen.

Die Dienststellen des Landwirtschaftsministeriums haben diesbezüglich bereits eine Informationsveranstaltung mit der LAKU sowie sämtlichen in der Region aktiven Beratungsdiensten zwecks Vorstellung der Karten organisiert. Sie können sich demnach an den Berater Ihrer Wahl wenden bezüglich weiterer Informationen zu ihren Flächen, bzw zwecks detaillierter Analyse im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung. Diese beginnt am 15.9.2018 und endet am 15.10.2018.

Wie bei den bereits ausgewiesenen Schutzgebieten für Trinkwasser im Grundwasserbereich arbeitet das Landwirtschaftsministerium Entschädigungsprämien für Landwirte mit betroffenen Flächen aus. Hier gilt es einen gerechten finanziellen Ausgleich in Bezug auf etwaige Einschränkungen zu gewähren. Detaillierte Maßnahmen können aber erst definitiv festgelegt werden, wenn das Beteiligungsverfahren abgeschlossen ist und das zuständige Umweltministerium einen entsprechenden Entwurf zur definitiven Ausweisung vorgelegt hat. Das Landwirtschaftsministerium wird die nötigen Vorkehrungen treffen, damit die Entschädigungsprämien zeitgleich mit der Ausweisung zur Verfügung stehen.

Die Entschädigungsprämien werden auf der europäischen Verordnung zur Förderung der ländlichen Räume beruhen. Darauf aufbauend werden weiterhin freiwillige zielorientierte Agrarumweltklimaprogramme angeboten. Bei Investierungsvorhaben wird zudem eine integrierte Beratung für die Betriebe seitens der Beratungsdienste angeboten. Diese und alle anderen Beratungsdienste werden weiterhin vom Landwirtschaftsministerium finanziell und fachlich unterstützt.

Weitere Auskunft kann unter folgender Nummer angefragt werden:

Tel.: 457172-226.

ASTA, Service agri-environnement

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