Amerikanische Faulbrut in 2 Bienenständen festgestellt

Die Amerikanische Faulbrut (loque américaine, loque maligne) ist eine Erkrankung der älteren Bienenbrut, nämlich der Streckmaden (Steckmaden befinden sich in der Brutzelle die bereits mit einem Wachsdeckel versiegelt ist).

Die Amerikanische Faulbrut stellt keine Gefahr für die ausgewachsene Biene, den Menschen oder andere Lebewesen dar. Der Verzehr von Bienenhonig ist also unbedenklich.

Die Bezeichnung „amerikanisch“ bezieht sich nicht auf das Herkunftsgebiet, sondern auf den Entdeckungsort. Die Krankheit ist weltweit verbreitet.

In Luxembourg gibt es derzeit 458 aktive Imker mit 4642 angemeldeten Bienenvölker die sich auf 1127 Standorte verteilen.

© CHRISTIAN SCHAACK

Amerikanische Faulbrut in Luxemburg

Während den jährlichen Laboruntersuchungen wurde die Amerikanische Faulbrut (loque américaine, loque maligne) in 2 Bienenständen festgestellt. Diese ansteckende und anzeigepflichtige Bienenseuche erfordert in der Folge die Ausweisung neuer Sperrzonen mit einem Radius von 3 km um den Infektionsherd und einer Beobachtungszone von 5 km.

Infolgedessen liegen folgende Ortschaften im Sperrgebiet:

Sperrgebiet:

Merkholtz, Eschdorf, Nocher Route, Hierheck, Buederscheid, Dahl, Lehrhof, Kuborn, Grevels, Nocher, Rindschleiden, Brattert, Goesdorf, Dellen

Folgende Ortschaften liegen im Beobachtungsgebiet:

Beobachtungsgebiet:

Alscheid, Bockholtz, Buschrodt, Erpeldange, Esch-sur-Sûre, Heiderscheid, Heiderscheidergrund, Heispelt, Insenborn, Kautenbach, Lellingen, Merscheid, Neunhausen, Ringel, Roullingen, Tadler, Wahl, Weidingen, Wiltz

Im Sperrgebiet und im Beobachtungsgebiet sind alle Bienenvölker als faulbrutverdächtig anzusehen und sind schnellstmöglich der Veterinärverwaltung mitzuteilen. Um eine weitere Verschleppung der Seuche vorzubeugen, dürfen keine Bienenvölker aus der Sperrzone herausgebracht werden und nur mit Bewilligung der Veterinärverwaltung eingebracht werden.

Des Weiteren ist das Ausführen, aus der Sperrzone, von Waben, Beuten und mit Bienen in Kontakt gekommenem Material untersagt.

Alle Bienenvölker in der Sperrzone werden im Frühjahr einer amtlichen seuchenpolizeilichen Kontrolle in Bezug auf die Amerikanische Faulbrut unterzogen.

In der Beobachtungszone ist das Verbringen von Bienenvölkern nur nach Bewilligung der Veterinärverwaltung durchzuführen.

Bei Nichtbeachten der vorgesehenen Maßnahmen werden, laut Artikel 84 des modifizierten Tierseuchengesetzes vom 29. Juli 1912, die bezüglichen Bienenvölker ohne Entschädigung zerstört.

Zur Beachtung:

Die wichtigsten klinischen Symptome der Amerikanischen Faulbrut sind:

  • lückenhaftes Brutnest;
  • eingesunkene, löchrige, feucht glänzende Zelldeckel;
  • breiige, kaffeebraun verfärbte, fadenziehende Masse in Brutzellen (siehe Streichholzprobe);
  • leimartiger Geruch;
  • fest sitzende Schorfe in ehemaligen Brutzellen;
  • des weiteren sollen stehen gebliebene, verdeckelte Zellen, in denen sich abgestorbene Maden oder Reste davon befinden, Anlass für genauere Untersuchungen geben.
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