ASTA Wetteranalyse Frühjahr 2020: Überdurchschnittlich warmes und trockenes Frühjahr beunruhigt Landwirtschaft

Zum Abschluss des meteorologischen Frühjahrs 2020 veröffentlicht der staatliche Wetterdienst AgriMeteo der ASTA (Administration des Services Techniques de l’Agriculture) des Ministeriums für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung seine nationale Wetteranalyse vom 1. März 2020 bis 31. Mai 2020.

Das Frühjahr 2020 war um +1.1°C wärmer und signifikant trockener als die Referenzperiode. In den klaren Nächten im März und kurz nach Ostern kam es im ganzen Land zu Spätfrost, was stellenweise und sortenabhängig zu Schäden im Obstbau führte. Über einen Monat lang, vom 22. März bis zum 27. April, regnete es nicht.

Die Wetterdaten stammen aus dem Messnetz von 32 automatischen Wetterstationen aus allen Regionen Luxemburgs. Dabei wurden die diesjährigen Werte der vier repräsentativen Stationen Asselborn (Norden), Clemency (Süd-Westen), Remich (Moseltal) und Grevenmacher (Moseltal) mit den Durchschnittswerten der Referenzperiode 1981-2010 verglichen.

 

Konsequenzen für die Landwirtschaft


Als Folge dieser Dürre befinden sich die landwirtschaftlichen Kulturen in unserem Land derzeit in einem unbefriedigenden Zustand. Dieser beunruhigende Wassermangel betrifft sowohl den Ackerbau, das Grünland als auch den Gemüseanbau, die alle während dieser Vegetationsperiode Niederschläge benötigen.

In ganz Mitteleuropa befinden sich die landwirtschaftlichen Kulturen in einem ähnlichen Zustand. Die EU Kommission geht derweil jetzt schon von Ertragsminderungen in der Landwirtschaft in diesem Teil Europas aus.

Die geringen Regenfälle im März und Ende April reichen in dieser Phase bei weitem nicht aus, um den Rückstand aufzuholen. Vor allem für den Winterweizenanbau, die Sommerkulturen (isb. für den Mais), aber auch für das Grasland, wird die Entwicklung der Wetterbedingungen in den kommenden Wochen entscheidend sein.

Bei den Obstkulturen verursachten die beiden Nächte nach dem Osterwochenende, stellenweise und sortenbedingt, Frostschäden als, in der Mitte der Blütezeit, die Temperaturen die Schwelle von -3,5°C unterschritten. So wurden in den Obstanbaugebieten ein Teil der Blüten der Obstbäume durch diese Fröste beschädigt. Es ist jedoch noch zu früh, um die gesamten Auswirkungen dieser Spätfröste auf die Obstproduktion abzuschätzen.

ASTA Wetteranalyse Fruehjahr 2020 - Abbildung 1 und Tabelle 1
ASTA Wetteranalyse Fruehjahr 2020 - Abbildung 1 und Tabelle 1
©MA
ASTA Wetteranalyse Fruehjahr 2020 - Abbildung 2 und Tabelle
ASTA Wetteranalyse Fruehjahr 2020 - Abbildung 2 und Tabelle 2
Asta Wetteranalyse Fruehjahr 2020 - Abbildung 3
Asta Wetteranalyse Fruehjahr 2020 - Abbildung 3
©MA

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