Überdurchschnittlich milder und regnerischer Winter beschert der Landwirtschaft zufriedenstellende Winterkulturen

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Überdurchschnittlich milder und regnerischer Winter beschert der Landwirtschaft zufriedenstellende Winterkulturen
©Claudine Bosseler

Zum Abschluss des meteorologischen Winters 2020/21 veröffentlicht der staatliche Wetterdienst AgriMeteo der ASTA (Administration des Services Techniques de l’Agriculture) des Ministeriums für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung seine nationale Wetteranalyse vom 1. Dezember 2020 bis 28. Februar 2021.

Insgesamt war der Winter 2020/21 landesweit überdurchschnittlich mild (+1,4°C) und fast im ganzen Land hat es überdurchschnittlich viel geregnet. In Reuler wurden zwischen Ende Dezember und Januar insgesamt 29 Tage mit Schneebedeckung aufgezeichnet. Mitte Februar kam eine Kältewelle, bis die Temperaturen zum Monatsende auf frühlingshafte Werte stiegen. Die milde Witterung im Dezember war zum Vorteil fast aller Winterkulturen, abgesehen von einigen Rapsbeständen.

Dezember: Milde und nasse Witterung mit Schnee zum Jahresende

Die erste Dezemberhälfte war überdurchschnittlich mild und regenreich, jedoch gingen die Temperaturen pünktlich zu den Feiertagen auf Werte der Referenzperiode zurück. Am 27.12 brachte das Tief „Hermine“ insbesondere dem Norden Schnee bis zum Jahresende. In Reuler wurde am 31. Dezember eine maximale Schneehöhe von 14,0 cm gemessen.

Januar: Landesweit Schnee, danach Tauwetter zum Monatsende

Der Norden des Landes war fast den ganzen Januar mit Schnee bedeckt, welcher in Reuler am 1. Januar eine maximale Höhe von 13,6 cm erreichte. Am 8. Januar wurde das ganze Land von Schnee bedeckt. In Grevenmacher wurden 5 Schneetage aufgezeichnet, mit einer maximalen Höhe von 2,5 cm am 8. Januar. Während die Temperaturen in der ersten Januarhälfte durchschnittlich kalt waren, fielen sie am 16. Januar unter den Gefrierpunkt. Danach setzte sich bis zum Monatsende Tauwetter durch.

Februar: Kälteeinbruch zum Valentinswochenende, danach Start in den Frühling

Der Februar startete mit relativ milden Temperaturen. In der zweiten Woche sorgte ein Vorstoß von polarer Kaltluft für ein sehr kaltes Valentinswochenende. Vom 9. bis zum 12. Februar verzeichneten die Wetterstationen von AgriMeteo landesweit Eistage mit Minustemperaturen auf. In der dritten Woche stiegen die Temperaturen auf frühlingshafte Werte an, mit einem Maximum von 18,4°C in Roeser. Die Niederschläge blieben im Februar insbesondere im Norden unter den Werten der Referenzperiode.

 

Zufriedenstellende Winterkulturen in der Landwirtschaft

Die milde Witterung im Dezember war zum Vorteil der Winterkulturen. Die überdurchschnittlichen Niederschläge haben weit weniger Schäden verursacht als letztes Jahr, jedoch wurde die Tragfähigkeit der Böden für die anstehenden Feldarbeiten reduziert. Im Februar führten die niedrigen Temperaturen ohne schützende Schneedeck bei fast allen Kulturen zu geringfügigen Auswinterungsverlusten. Insgesamt blickt die Landwirtschaft gegen Ende des meteorologischen Winters auf zufriedenstellende Winterkulturen, abgesehen von einigen Rapsbeständen.

 

Die Wetterdaten stammen aus dem Messnetz von 32 automatischen Wetterstationen aus allen Regionen Luxemburgs. Dabei wurden Werte der drei Monaten von vier repräsentativen Stationen Asselborn (Norden), Clemency (Süd-Westen), Remich (Moseltal) und Grevenmacher (Moseltal) mit den Durchschnittswerten der Referenzperiode 1981-2010 verglichen.

Alle aufgezeichneten Daten der 32 ASTA Wetterstationen können auf www.agrimeteo.lu aufgerufen werden.

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