Anpassung der Maßnahmen bezüglich der Vermeidung von Ammoniakemissionen in der Landwirtschaft

Die legale Zielsetzung für 2030 schreibt eine Reduktion von 22 % im Vergleich zu 2005 vor.

Rezenten Berechnungen zufolge liegen die Ammoniakemissionen aktuell über den vorgegebenen Zielen für das Jahr 2020 (Zielsetzung -1 % im Vergleich zu 2005). Die legale Zielsetzung für 2030 schreibt eine Reduktion von 22 % im Vergleich zu 2005 vor.

Es gibt somit Handlungsbedarf um die Ammoniakemissionen vom landwirtschaftlichen Sektor kurzfristig und nachhaltig zu reduzieren und somit konform zu der Zielsetzung für 2020 aus der EU-NEC Direktive zu werden.

Ein erstes Maßnahmenpaket, um diese kurzfristige Reduktion der Emission zu erzielen, soll demnächst über entsprechende Gesetzestextänderungen umgesetzt werden:

•          Der Prallteller zur Ausbringung wird ab dem 31.12.2023 verboten.

•          Gefördert werden ab 2024 nur noch Schleppschuh, Schlitzverfahren und Injektortechnik (keine Schleppschläuche). Die aktuelle Zusatzförderung von 20 % wird bis zum 31.12.2023 weitergeführt und danach auf 10 % reduziert.

•          Ab 2024 wird die Ausbringung mittels Schleppschlauch nicht mehr im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen unterstützt. Berücksichtigt werden dann nur noch Schleppschuh, Schlitzverfahren und Injektortechnik.

•          Offene Güllebehälter und Lagunen müssen ab dem 31.12.2024 eine Abdeckung (z.b. Schwimmfolie, Zeltdach) aufweisen.

•          Der Neubau von Lagunen wird verboten.

Claude Haagen

Minister für Landwirtschaft, Weinbau

und ländliche Entwicklung

Joëlle Welfring

Ministerin für Umwelt, Klima

und nachhaltige Entwicklung

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