Afrikanische Schweinepest (ASP)

Aktuelles zum Thema Afrikanische Schweinepest

Am 13. September 2018 wurde bei Étalle in Belgien nahe der luxemburgischen Grenze das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen festgestellt.

In Luxemburg konnte das ASP-Virus bisher noch nicht nachgewiesen werden.

Das Virus äußert sich bei Wild- und Hausschweinen, stellt jedoch kein Risiko für den Menschen dar, auch nicht nach dem Verzehr von kontaminiertem Schweinefleisch oder daraus hergestellten Lebensmitteln.

Die Verbreitung des Virus findet direkt über den Kontakt zwischen den Tieren sowie indirekt über Lebensmittelabfälle, welche Schweinefleisch enthalten, statt. Daher müssen Lebensmittelabfälle so entsorgt werden, dass jeder Kontakt mit einem Wild- oder Hausschwein ausgeschlossen ist.

Zurzeit gibt es keine Impfung gegen diese Krankheit. Daher wird an alle betroffenen Akteure appelliert, wachsam zu bleiben, um das Risiko einer Ausbreitung der Krankheit innerhalb der Wildschweinpopulation und einer Einführung in einen Hausschweinebestand zu minimisieren. Letzteres hätte erhebliche Auswirkungen auf die Branche.

Um für eine eventuelle Feststellung der ASP in Luxemburg gewappnet zu sein, wurde im Februar 2018 eine nationale Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, welche vom Minister für Landwirtschaft, Weinbau und Verbraucherschutz, Fernand Etgen, geleitet wird. Zweck dieser Task Force ist es, Präventionsmaßnahmen zusammen mit allen beteiligten Akteuren auszuarbeiten. Die Task Force sorgt ebenfalls für die Umsetzung der zu ergreifenden Maßnahmen.

Maßnahmen zur Prävention eines Ausbruches der Afrikanischen Schweinepest in Luxemburg

Folgende Maßnahmen wurden bisher getroffen:

  • Einrichtung einer Überwachungszone mit Begrenzung im Norden durch die Autobahn A6 von Steinfort nach Luxemburg, im Osten durch die A4 von Luxemburg nach Esch-sur-Alzette, sowie durch die belgische und die französische Grenze.
  • Die Jagd bleibt in dieser Zone geöffnet.
  • Tot aufgefundene Wildschweine, bei denen die Todesursache nicht offensichtlich ist, werden auf ASP getestet.
  • Die Landwirte werden dringend aufgefordert, die Regeln der Biosicherheit zu respektieren. Eine Informationsveranstaltung für Schweinehalter hat am 27.09.2018 stattgefunden.
  • Sammelstellen für Wild (überfahrene Tiere oder Aufbruch) bestehen weiter bzw. wurden neu eingerichtet.
  • Verpflichtung, die Hausschweine in der Überwachungszone in den Ställen zu lassen.

Diese Maßnahmen sind provisorisch und können je nach Entwicklung der Situation aufgehoben oder verstärkt werden.

Die Situation wird von den nationalen Behörden sehr ernst genommen. So besteht ein permanenter Kontakt mit den zuständigen belgischen und französischen und europäischen Behörden, um die Maßnahmen zu koordinieren und um eine mögliche Verbreitung des Virus zu verhindern.

Für den Fall der Entdeckung eines Wildschweinkadavers ohne offensichtliche Todesursache wurde ein sanitäres Überwachungsnetz eingerichtet:

Tel.: 40 22 01-666 (Administration de la nature et des forêts).

 

Die absolute Priorität der Regierung ist es, eine Kontamination der Hausschweine zu verhindern.

Aktueller Stand der Verteilung der Wildschweine und Resultate der Untersuchung auf Afrikanische Schweinepest (ASP) in Luxemburg (19.10.2018):

Gesamtzahl der eingesendeten Schweine: 36

Anzahl der auf ASP getesteten Wildschweine mit negativem Resultat: 36

Anzahl der noch zu untersuchenden Wildschweine: 0

Afrikanische Schweinepest: EFSA bewertet Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung

 

Die EFSA hat Strategien für das Management von Wildschweinen in verschiedenen Stadien einer Schweinepestepidemie ermittelt, die beschreiben, was vor, während und nach einem Krankheitsausbruch zu tun ist. Wildschweine spielen nachweislich eine wichtige Rolle bei der Ausbreitung der Krankheit.

Zum letzten Mal aktualisiert am