Antigaspi

Zusammen gegen Lebensmittelverschwendung

Weltweit werden 1/3 aller hergestellten Lebensmittel weggeworfen. Gleichzeitig leiden jedoch auch 1 Milliarde Menschen auf der Welt immer noch an Hunger.

Eine Tatsache die wir so nicht hinnehmen können!

Kontext

Jahr für Jahr verderben weltweit 1,3 Milliarden Tonnen genießbarer Lebensmittel oder landen im Müll. Laut diesen extrem hohen Zahlen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) entspricht dies in etwa einem Drittel aller für den menschlichen Verzehr produzierten Lebensmittel! Auch in Europa wird viel Essen vergeudet: Jeder Einwohner produziert durchschnittlich an die 180 kg Lebensmittelabfälle. Ein Drittel davon, also 60 kg, könnte leicht vermieden werden. Es ist unverantwortlich, die Augen vor einer derartigen Verschwendung zu verschließen, insbesondere, da jeder 9. Mensch auf der Welt an Unterernährung leidet. Nicht nur aus ethischen und umweltbezogenen Gründen ist die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Auch für die Wirtschaft entstehen aufgrund dieser Abfälle enorme Kosten. Anstatt sie unnütz zu vergeuden, müssen unsere Ressourcen wie Strom, Wasser und Boden geschützt werden.
Die Regierung hat angesichts dieses unannehmbaren verschwenderischen Umgangs den Kampf gegen Verschwendung zu einer ihrer Prioritäten erklärt. Eine der wichtigsten Aktionen in diesem Zusammenhang ist eine Informationskampagne, um die Verbraucher für verantwortungsvolle Kaufentscheidungen zu sensibilisieren.

 

Video AntiGaspi

Aktionen des Ministeriums für Landwirtschaft, Weinbau und Verbraucherschutz

Im Rahmen dieser Kampagne wurden folgende Aktionen bereits durchgeführt:

  • Broschüre „Zusammen gegen Lebensmittelverschwendung“ mit praktischen Tipps für die Reduzierung von Lebensmittelabfällen;
  • Organisation von zwei AntiGaspi-Wochen in Zusammenarbeit mit luxemburgischen Restaurantbetreibern und mit RTL, wo die verschiedenen Initiativen hier im Land vorgestellt wurden;
  • Organisattion einer Konferenz im Rahmen der Zukunftsforen, die sich an die Fachleute aus dem Vertrieb, dem Gastgewerbe, den Kantinen und die Produzenten gerichtet hat;
  • Ausarbeitung von Richtlinien durch die luxemburgische Handwerkskammer zusammen mit der HORESCA, in enger Zusammenarbeit mit der Direktion des Gesundheitsministeriums und der Veterinärverwaltung;
  • Gemeindepakt, dem sich mittlerweile mehr als 2/3 unserer Gemeinden angeschlossen haben. Hierbei geht es darum, Aktionen gegen die Lebensmittelverschwendung in die Wege zu leiten, welche am Ende zu einer Sammlung von Best practices führen soll;
  • Wanderausstellung, welche sich hauptsächlich an Grundschüler richtet und auf spielerische Art und Weise auf das Problem der Lebensmittelverschwendung aufmerksam macht;
©Luc Pesch
  • Schulung der zukünftigen Fachleute in der Vermeidung von Lebensmittelabfällen: der LTB, die Ackerbau und die Hotelschule sind dem nationalen Solidaritätspakt beigetreten und thematisieren die Problematik der Lebensmittelverschwendung quer durch ihre Fächer.
  • Entwicklung eines Schulungsmoduls durch einen Lebensmittelsicherheitsexperten: Diese Schulung richtet sich in erster Linie an die Fachleute aus den Gemeinschaftsküchen, ein zweites Modul soll sich an die Bedürfnisse der Gemeinden richten, wie z. B. Kindertagesstrukturen.
  • Unterzeichnung einer Charta gegen Lebenemittelverschwendung mit großen Veranstaltern;

 

Alle diese Initiativen sollen uns allen dabei helfen, verantwortlicher zu konsumieren.

Wenn jeder einzelne von uns auch nur ein klein wenig an seinem Verhalten arbeitet, können wir zusammen viel erreichen!

Die nationale Internetseite gegen Lebensmittelverschwendung www.antigaspi.lu bietet hierzu etliche Tipps und Rezepte.

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