Bio-Landwirtschaft

Förderung der biologischen Landwirtschaft: Bilanz der Jahre 2016 & 2017; Ausblick 2018

Hintergrund

Grundgedanke des ökologischen Landbaus ist das Wirtschaften innerhalb eines möglichst geschlossenen Nährstoff- und Betriebskreislaufes. Ziel ist die Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte zusammen mit der optimalen Pflege biologischer Regelsysteme und die Förderung natürlicher Lebensprozesse im landwirtschaftlichen Bereich. Dabei ist der nachhaltige Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen von Boden, Wasser und Luft Voraussetzung.

Private Bio-Anbauverbände quer durch Europa haben den Grundstein für die im Jahr 1991 verabschiedete erste Öko-Verordnung der Europäischen Gemeinschaft gelegt. Inzwischen wurde dieser Gesetzestext überarbeitet. Seit dem 1. Januar 2009 gelten demnach die Verordnung (EG) Nr. 834/2007 und Verordnung (EG) Nr. 889/2008.

Nationaler Aktionsplan zur Förderung der biologischen Landwirtschaft

Um eine kontinuierliche Entwicklung des Sektors des ökologischen Landbaus in Europa zu ermöglichen, hat die europäische Kommission im Juni 2004 einen Aktionsplan für biologische Landwirtschaft und biologisch erzeugte Lebensmittel angenommen.

Zusätzlich hat aber jeder Mitgliedstaat die Möglichkeit, einen Aktionsplan auf die nationalen Gegebenheiten auszuarbeiten und sich auf die Vorgaben des europäischen Planes zu beziehen.

Die Ausarbeitung des nationalen Aktionsplanes zur Förderung der biologischen Landwirtschaft lief im Frühjahr 2007 an. Seit dem 1. Januar 2009 stehen finanzielle Mittel für den Aktionsplan „Biologische Landwirtschaft“ zur Verfügung.

Bio-Agrar-Präis

Der „BIO-Agrar-Präis“ steht für einen mit 4000 € dotierten Förderpreis für Verdienste in der biologischen Landwirtschaft. Dieser Preis zeichnet Personen, Organisationen und Betriebe aus, die im Bereich der biologischen Landwirtschaft (Produktion, Verarbeitung, Handel, Forschung, Nichtregierungsorganisation, u.a.) tätig sind oder die besondere Leistungen für die biologische Landwirtschaft in Luxemburg erbracht haben.

Demonstrationsbetriebe

Auf 9 biologisch bewirtschafteten Demonstrationsbetrieben, mit denen Konventionen seitens des Landwirtschaftsministeriums bestehen,  kann jederman sich Einblicke in die biologische Landwirtschaft verschaffen. Ziel ist es, durch Betriebsbesichtigungen, Feldbegehungen, Hoffeste oder Praxistage die biologische Wirtschaftsweise sowohl den Verbrauchern als auch den konventionell wirtschaftenden Landwirten, Verarbeitern und Händlern vorzustellen und zu veranschaulichen.

©CHRISTIAN SCHAACK

Veranstaltungen

In den letzten Jahren war die Administration des services de l'agriculture (ASTA) mit einem eigenen Bio-Stand auf verschiedenen Veranstaltungen präsent, wie z.B. die Foire Agricole in Ettelbruck oder die Oekofoire.

Durch die finanzielle Unterstützung durch den Aktionsplan konnten auch Hoffeste organisiert und die Präsenz von Bio-Produzenten auf der Foire Agricole ermöglicht werden.

Verbraucher

Im Rahmen des nationalen Aktionsplans zur Förderung der biologischen Landwirtschaft wird auch Wert auf die Information des Verbrauchers gelegt, u.a. mit der Veröffentlichung von einem Einkaufsführer und der Präsenz auf Messen und Hof-Festen.

Der Einkaufsführer für biologische Produkte beinhaltet nicht nur die Kontaktadressen der Bio-Bauern und Naturkostläden, sondern stellt auch die Regeln vor, die die Unternehmen in der biologischen Landwirtschaft einhalten müssen. Die Kontrollen im Bio-Bereich, die Kennzeichnung der Bio-Produkte sowie nützliche Adressen und Links runden dieses Angebot ab.

Der Saisonkalender von Obst und Gemüse aus unserer Region beinhaltet eine Liste von Obst- und Gemüsearten, die je nach Saison aus unserer Region verfügbar sind.

Zuständige Behörde

In Luxemburg ist die Abteilung Protection des végétaux der Administration des Services Techniques de l’Agriculture (ASTA) die zuständige Behörde bei der Umsetzung der EG-Öko-Verordnung. Entlang der Prozesskette, vom Acker bis zur Ladentheke, werden die Bio-Produkte nach einem von der europäischen Verordnung 834/2007 festgelegten Kontrollsystem unter die Lupe genommen.

Alle Bio-Erzeuger, -Verarbeiter, -Händler und -Importeure sind bei der ASTA gemeldet.

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