Weinbau an der luxemburgischen Mosel: Vins et Crémants vom Feinsten!

Hochqualitative Spitzenweine und nachhaltiger Anbau

Weinbau hat seit der Römerzeit Tradition in Luxemburg und prägt auch heute die luxemburgischen Landschaften, Traditionen, Gesellschaft und Lebensstil der Einwohner. Denn kaum ein Fest, kaum eine Familienfeier oder ein freudiges Beisammensein vergeht, ohne dass der Gastgeber auf ein « Kippchen », sprich ein Glas Crémant, einlädt - wenn auch in Maßen.

Auf der 42 Kilometer langen Strecke von Schengen nach Wasserbillig hat die Mosel eine Landschaft geschaffen, die mit ihren Taleinschnitten und Kalkfelsen eine ideale Heimat für den Weinbau bietet. Die Weinberge sind nach Südwesten bis Südosten ausgerichtet. Die besten unter ihnen liegen auf einer Höhe von 150 bis 200 Metern und profitieren von ausgeglichenen klimatischen Bedingungen.

©Carlo Rinnen

Quick Facts –Zahlen:

  • 1.295 Hektar Rebfläche werden an der gesamten Luxemburger Mosel bewirtschaftet.
  • 280 Winzerbetriebe verteilen Ihre Traubenernte auf 65 Weingüter.
  • 3,5 Mio. Flaschen Crémant de Luxembourg werden jährlich hergestellt.
  • 100.000 hl. Wein werden jedes Jahr produziert (10-Jahresdurchschnitt).

Höhepunkt Weinlese: Gutes und vielversprechendes Weinjahr 2021

Der Höhepunkt für alle Winzer ist zweifellos die Traubenlese im September. Was das Weinjahr 2021 angeht, so stimmt sowohl die Qualität wie auch die Quantität. Dies macht sich nicht nur in der Farbe, sondern auch im Geschmack der ausgewogenen Jungweine bemerkbar.

Romain Schneider, Minister für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung, Léon Gloden, Bürgermeister von Grevenmacher, Ern Schumacher, Präsident der Privatwinzer und Antoine Clasen von Bernard Massard (v.l.n.r.) bei der Traubenlese im Weinberg Maacher Fels in Grevenmacher.
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Weißweine

Die Luxemburger Mosel ist vor allem für die Produktion von Weißweinen bekannt. Sie werden sowohl als Stillweine als auch als Schaumweine ausgebaut. Luxemburg verfügt über ein breites Spektrum an Rebsorten, das eine breite Palette unterschiedlichster Weine hervorbringt. Frische, rassige und mineralische Weine entstehen aus den Rebsorten Elbling, Pinot Blanc und Riesling, runde, aromatisch-komplexe und gehaltvolle Weine werden anhand der Rebsorten Rivaner, Auxerrois und Pinot Gris produziert. Eine Besonderheit des Luxemburger Weinbaus sind die Spezialitätenweine « Vendange tardive », « Vin de paille » und « Vin de glace ».

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Eng Kippchen « Crémant de Luxembourg »

©Vins & Crémants Luxembourg

 

Crémant de Luxembourg ist ein Qualitätsschaumwein auf höchstem Niveau. Seit 1991 darf der Name « Crémant » für luxemburgische Qualitätsschaumweine verwendet werden, sofern die gesetzlich vorgeschriebenen Bedingungen erfüllt sind. Die Korken weisen die Aufschrift "Crémant de Luxemburg" auf, und das rechteckige Etikett auf dem Flaschenrücken trägt den Vermerk "Marque Nationale - Appellation contrôlée - Crémant de Luxembourg", der die luxemburgische Herkunft und die von staatlicher Seite erfolgte Qualitätskontrolle gewährleistet.

 

Kontrollierte Herkunftsbezeichnung "Appellation d’origine protégée - Moselle Luxembourgeoise"

Seit vierzig Jahren tragen die Einführung der kontrollierten Herkunftsbezeichnung „Appellation d’origine protétégée -Moselle Luxembourgeoise“ (AOP) sowie der Prädikate „Vendanges Tardives“ (Spätlese), „Vin de Glace“ (Eiswein), „Vin de Paille“ (Strohwein), „Vins barrique“ (im Barrique gelagert) zum ausgezeichneten Ruf der Luxemburger Weine bei. Die AOP wird vom Nationalen Büro für die Bezeichnung kontrollierter Herkunft (Office national de l'appellation d'origine protégée) geleitet, die innerhalb der Kommission der "Marque nationale du vin" funktioniert.

Ziel ist es die Herkunftsangabe mit einer Qualitätsaussage zu verbinden : Luxemburger Weine sind Premiumweine ! Denn im Zeitalter der Globalisierung wird das international anerkannte Herkunftsprinzip immer wichtiger. Durch die genaue Begrenzung der Lagen sowie die geringeren Hektarerträge, spielen diese Spitzenprodukte eine wichtige Rolle bei der Imagepflege unseres Weinbaugebietes.

Qualitätsfördernde Maßnahmen im Weinberg und nachhaltiger Anbau

Um den ökonomischen und klimatischen Herausforderungen im Weinbau gerecht zu werden, führen der luxemburgische Staat, das Weinbauinstitut (Institut viti-vinicole) und das Forschungszentrum LIST (Luxembourg Institute of Science and Technology) in Zusammenarbeit mit interessierten Winzern, mehrjährige Forschungsprojekte, wie z.B. das Projekt „Terroir“ durch.

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Nachhaltiger und biologischer Weinbau werden heutzutage immer beliebter. Luxemburg hat sich auf Regierungsebene, und als erstes Land der EU, entschlossen, den Einsatz des kontroversen Herbizids Glyphosat ab dem 1. Januar 2021 offiziell zu verbieten. Sehr bemerkenswert ist, dass heute schon 99% der Weinberge glyphosatfrei bewirtschaftet werden. Zudem werden zahlreiche weitere Chemikalien, die zum Düngen und für den Schutz vor parasitären Pilzen und Insekten eingesetzt wurden, heute durch biologische, mechanische und natürliche Mittel ersetzt.

Im Beitrag "Die Erzeugung nachhaltiger Weine" erfahren Sie, wie sich das Weinbauinstitut IVV zusammen mit den Luxemburger Winzern auf nachhaltige Weinentwicklung umstellen.

Weinbauinstitut (Institut viti-vinicole) IVV

Das Weinbauinstitut ist eine moderne Verwaltungsstelle des Ministeriums für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung, und eine wichtige Versuchsanstalt in vielen weinbaulichen und kellerwirtschaftlichen Bereichen. Mit seinen 6 Hektar Weingärten ist es zu einer Schnittstelle von Theorie und Praxis, von Forschung, Entwicklung, Beratung und Weiterbildung geworden.

 

Wesentliche Aufgaben sind heute die angewandte Forschung und die praxisbezogene Versuchstätigkeit in den Bereichen Pflanzenschutz, pilztoleranter Rebsorten, Entwicklung umweltschonender Produktionsverfahren, Rebenernährung, Weinbau, Weinbehandlung und Oenologie sowie Maßnahmen der Fort- und Weiterbildung.

Darüber hinaus spielt das Weinbauinstitut, im Rahmen der "AOP Moselle luxembourgeoise", eine bedeutende Rolle bei der amtlichen Prüfung von Qualitätsweinen und Sekten. Alle Qualitätskriterien zu kontrollieren und zu überwachen ist die wichtige Aufgabe, welche das Institut in diesem Bereich übernimmt.

Das Institut ist ebenfalls ein bedeutender Ansprechpartner was die Aus- und vor allem die Weiterbildung der Winzer betrifft und bietet Vorträge, Seminare und Weiterbildungskurse, die sich mit den wichtigen Fragestellungen und Themenbereichen der Weinwirtschaft befassen, an. So wird die Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Weinbaus weiter ausgebaut. Im Rahmen der Agrarpolitik verwaltet das Weinbauinstitut die Weinbergsparzellen, verschiedene staatliche Beihilfen sowie EU-Förderprogramme für den Weinbau.

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