Der Weg zu mehr Bio

Der nationale Aktionsplan zur Förderung der biologischen Landwirtschaft
Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen.
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Das Ziel ist ehrgeizig: Bis 2025 sollen in Luxemburg 20 % der landwirtschaftlich genutzten Flächen biologisch bewirtschaftet werden, bis 2050 sollen es 100 % sein. Im aktuellen Regierungsprogramm (2018-2023) wurde daher beschlossen,
die Anstrengungen zu intensivieren, um den Bio-Bereich in Luxemburg mit Hilfe eines nationalen biologischen Aktionsplans, kurz PAN Bio 2025, voranzubringen.

Konsumenten sowie Produzenten finden Informationen zu den Themen Bio-Produkte, ökologische Landwirtschaft, PAN Bio 2025 und Umstellung eines Betriebs auf der Webseite bio2025.lu des Landwirtschaftsministeriums.  

Derzeit liegt Luxemburg mit 5,18 % biologisch bewirtschafteter Fläche hinter dem EU-Durchschnitt von 7%. Das Großherzogtum zählt aktuell insgesamt 157 Bioproduzenten (91 Landwirte, 16 Gärtner, 17 Winzer, 11 Obstbauern, 22 Imker) sowie 164 Verarbeitungsbetriebe (Metzger, Bäcker, Molkereien usw.), Großhändler und Importeure. Hinzu kommt ein ganzes Netzwerk von Geschäften des Naturkostfachhandels sowie das Bio-Sortiment der verschiedenen Supermärkte.

Im Vergleich mit den anderen europäischen Staaten mischt Luxemburg ganz vorne mit, was die Höhe der Pro-Kopf-Ausgaben für Bioprodukte angeht: 2019 gaben die Dänen 344 Euro pro Person für Biolebensmittel aus, die Schweizer 338 Euro und die Luxemburger 265 Euro. Der Großteil dieser Produkte wird jedoch aus der EU oder dem Rest der Welt importiert; der Anteil an national produzierter Ware ist je nach Produktsparte eher gering oder defizitär (z.B. Obst und Gemüse). Mit dem Aktionsplan soll der Luxemburger Bio-Sektor gefördert und die Bio-Produktion gesteigert werden.

Die Strategie

Der Aktionsplan PAN Bio 2025 stützt sich auf vier strategische Grundsäulen:
1. Eine Bestandsaufnahme der aktuellen Lage des biologischen Agrarsektors in Luxemburg vornehmen;
2. Die Sichtbarkeit der biologischen Landwirtschaft innerhalb der verschiedenen Bevölkerungsgruppen verbessern;
3. Die Attraktivität der biologischen Produktionsweise für die Erzeuger erhöhen;
4. Verschiedene Erzeugungs-, Verarbeitungs- und Vermarktungswege entwickeln und aufbauen, um Erzeugung und Nachfrage zu steigern.

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