Lebensmittel gehören nicht in den Müll

Zum internationalen Tag gegen die Lebensmittelverschwendung: Was wir gemeinsam tun können
Kleiner Aufwand, große Wirkung: Mit ein wenig Planung beim Einkauf lassen sich Lebensmittelabfälle vermeiden.
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Engagieren Sie sich für mehr Nachhaltigkeit!

Der Welttag gegen die Nahrungsmittelverschwendung ist jedes Jahr der Start des Projekt-Aufrufs des Ministeriums für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung. 2021 unterstützt das Ministerium die beste Idee / die besten Ideen mit einem Gesamtbetrag von 10.000 Euro. Senden Sie eine Beschreibung der Initiative, mit der Sie in Luxemburg gegen Lebensmittelverschwendung aktiv sind, bis zum 31. Dezember 2021 per E-Mail an antigaspi@ma.etat.lu oder per Post an:

Ministère de l’Agriculture, de la Viticulture et du Développement rural
„Antigaspi“
1, rue de la Congrégation
L-1352 Luxembourg

Das entsprechende Formular finden Sie hier.

Die „Déifferdenger Pléckerten“ retten Obst und Gemüse bevor es in den Streuobstwiesen und Gärten verfault.
©„Déifferdenger Pléckerten“

Aufruf zum Einsenden von Projekten

Bei der ersten Aufforderung zur Einreichung von Antigaspi-Projekten 2020 sind 16 Vorschläge im Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung eingegangen. Ausgewählt wurden diese beiden Initiativen:

  • „JUKATE geet vum Verschwenden a Verwenden“ des „Jugendtreff Käl/Téiteng“. In Workshops lernen Jugendliche, ihre Konsumgewohnheiten zu ändern und nachhaltiger zu leben. Sie werden aktiv in das Projekt eingebunden sowie auch lokale Landwirte und Experten.
  • „Déifferdenger Pléckerten“ der Sozialkommission der Gemeinde Differdingen. Hier helfen sich Bürger gegenseitig beim Obstpflücken. Die Besitzer der Streuobstwiesen, die Pflücker und die Konsumenten bilden so ein solidarisches Netzwerk.
Die finanzielle Unterstützung des Ministeriums, in Höhe von 7.500 Euro, wurde unter beiden Gewinnern aufgeteilt.
118 kg verbëtzte Liewensmëttel. Dat sinn 118 Grënn, fir eppes ze änneren.

118 kg Lebensmittel pro Einwohner pro Jahr landen in Luxemburg im Abfalleimer. Diese Zahl ergibt sich aus den 70.800 Tonnen Nahrungsmittel, die in einem Jahr (2018/2019) in Gastronomie, Handel, Großküchen und Haushalten weggeworfen wurden. Das sind 324 gr pro Person pro Tag, sprich ein ganzes belegtes Baguette oder ein ganzer Take-Away-Salad. Zieht man nur die Privathaushalte in Betracht, werden in Luxemburg pro Jahr 53.270 Tonnen Lebensmittel über Restmüll, Biotonne und Kompost entsorgt. Das sind rund 88,5 kg pro Kopf und Jahr. Dabei könnten laut der Studie „Aufkommen, Behandlung und Vermeidung von Lebensmittelabfällen“ der Umweltverwaltung allein in den Hauhalten 23,5 kg pro Kopf und Jahr vermieden werden. Rechnet man Gastronomie, Handel und Großküchen hinzu sind es ganze 48 kg Lebensmittelabfälle die pro Konsument pro Jahr vermieden werden könnten.

Diese einfachen Regeln helfen dabei, weniger Esswaren zu verschwenden.
©MA

 

Mit 75,3 % der verursachten Abfälle sind die Privathaushalte absolute Spitzenreiter in Sachen Lebensmittelverschwendung, gefolgt von den Großküchen (10 %), der Gastronomie (7,4 %) und dem Handel (7,3 %). Berechnet man die Kosten für die in den Haushalten anfallenden 88,5 kg Lebensmittelabfälle pro Kopf und Jahr kommt man auf 75,5 Euro die jeder Einwohner pro Jahr einsparen könnte. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Der vermeidbare Anteil der Esswaren im Restmüll hat sich um rund 37 % reduziert.

Die Verbraucher ändern ihre Gewohnheiten

Als Gründe hierfür gibt die Studie eine gesteigerte Sensibilität und veränderte Gewohnheiten der Verbraucher an. Die Regierung will bis 2030 eine Reduzierung der Lebensmittelabfälle um 50 % erreichen, das Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung hat in diesem Sinne diverse Informationskampagnen, Initiativen und die  Website antigaspi.lu ins Leben gerufen. Hier findet der Konsument u.a. praktische Ratschläge rund um den Kauf und die Lagerung von Lebensmitteln, sowie eine Reihe Antigaspi-Rezepte.

 

 

 

Impression
Das Antigaspi-Logo ist das Zeichen der Unterstützung des Ministeriums von Aktionen im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung.
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Unterstützung für Antigaspi-Projekte

Das Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung bietet denjenigen, die sich für die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung einsetzen die Möglichkeit, ihre Aktion mit dem Antigaspi-Logo auszuzeichnen. Dieses Zeichen der Unterstützung macht den Einsatz dieser Orgsanisationen und Personen sichtbarer. Die Bedingungen für das Benutzen des Antigaspi-Logos sind hier nachzulesen.

Lokal und saisonal einkaufen

Der Konsum saisonaler sowie lokal (bzw. regional) hergestellter Nahrungsmittel trägt dazu bei, dass weniger Lebensmittel auf langen Transportwegen beschädigt werden oder verderben und dann im Abfall landen. Weitere Informationen über lokal hergestellte saisonale Produkte gibt es auf der Internetseite regionalsaisonal.lu des Ministeriums für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung.

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