Standardoutput

In der Europäischen Union existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Produktionsstrukturen und –systeme.

Um die Analysen der strukturellen Merkmale und wirtschaftlichen Ergebnisse der landwirtschaftlichen Betriebe zu erleichtern, wurde ein gemeinschaftliches Klassifizierungssystem der landwirtschaftlichen Betriebe nach betriebswirtschaftlicher Ausrichtung und wirtschaftlicher Betriebsgröße entwickelt.

Grundlage für das System zur Klassifizierung der landwirtschaftlichen Betriebe war seit 1985 der Standarddeckungsbeitrag (StDB), der als Bruttoerzeugung zuzüglich Beihilfen minus spezifische Kosten berechnet wurde.

Zwischenzeitlich durchlief die gemeinsame Landwirtschaftspolitik drastische Änderungen, in deren Zuge eine Entkopplung der meisten Direktzahlungen erfolgte. Aufgrund der Entkopplung der Direktzahlungen seit dem Jahr 2005 konnte das bisherige Klassifizierungssystem (gemäß Entscheidung 85/377/EWG der Kommission), das auf dem StDB basierte, nicht weiter beibehalten werden. Ein StDB ohne Beihilfen könnte zu negativen Werten führen und eignet sich daher nicht als Klassifizierungskriterium.

Daher wurde ein neues Klassifizierungssystem entwickelt.

Die wichtigsten Neuerungen dieses Systems

  • Verwendung des Standardoutput (SO) statt des StDB,
  • kein Verweis auf eine Futterbilanz,
  • eine aus 3 Ebenen bestehende Klassifizierung (statt bisher 4 Ebenen),
  • Messung der wirtschaftlichen Betriebsgröße der landwirtschaftlichen Betriebe unmittelbar in Euro (EUR),
  • eine aus 14 Ebenen bestehende Klassifizierung nach der „wirtschaftlichen Größe“ (statt bisher 10 Ebenen),
  • Einführung einer neuen Klassifizierungsvariablen, in der die Bedeutung der sonstigen mit dem Betrieb verbundenen Erwerbstätigkeiten zum Ausdruck kommt.
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