Zwischenfruchtanbau und Mulchsaattechnik

Förderprogramm [462]

Ziel der Beihilfe

Die Förderung der Zwischenfrüchte hat Einfluß auf die Nitratentwicklung im Boden.  Desweiteren beugt die Mulchsaattechnik der Erosion vor und fördert di Bodenfruchtbarkeit. Bedingt durch die ökonomischere  Bewirtschaftung führt dies zu einer Reduktion der Co2 Emission

Mittelherkunft

  • EU-Haushalt: 26,3 % Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)
  • LU-Haushalt: 73,6% Fonds d’orientation économique et sociale pour l’agriculture (FOESA)

Zuwendungsempfänger

Landwirte, die eine Teilnahmeerklärung eingereicht haben und die ihre Teilnahme, sowie die somit eingegangenen Verpflichtungen jährlich bestätigen.

Förderfähige Flächen

Prämienfähig sind alle landwirtschaftlich in Luxemburg genutzten Flächen.

Fördervoraussetzungen

Prämienberechtigt sind die hauptberuflichen und nebenberuflichen Betriebsinhaber:

  • die über mindestens 3 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche in Luxemburg verfügen
  • deren Betrieb ein Standardoutput von mindestens 15.000 € aufweist;
  • die auf ihrer gesamten Betriebsfläche die Cross Compliance Verpflichtungen einhalten;
  • die sich verpflichten die spezifischen Bedingungen während mindestens 5 aufeinanderfolgenden Jahren einzuhalten.

Weitere Bestimmungen und Verpflichtungen

  • Gemeldete Parzellen können jährlich im Rahmen der Fruchtfolge wechseln
  • Entsprechende Fläche der ASTA nach der Wintersaat bis spätestens 1. November mitteilen
  • Bei allen Optionen Schlagkartei führen
  • Jährliche Schwankungen bis zu 20% der beantragten Fläche für jede Option möglich

Option 1:
Zwischenfrüchte und Untersaaten in Maiskulturen – Code ZF

1.1 Code ZF

  • Zwischenfrüchte und Untersaaten sollen so lange wie möglich stehen um maximalen Erosionsschutz zu gewähren
  • Kein Umbruch vor dem 1. Januar, keine Beweidung, Zwischenfrüchte können geerntet werden
  • Keine mineralische Düngung bei Zwischenfrüchten
  • Organische Düngung: Mit flüssighaltigem oder schnellverfügbarem Dünger (Gülle, Jauche, Biogasgülle, flüssige Phase separierter Gülle, Flüssigmist < 15% TS, Flüssigklärschlamm, Hühnertrockenkot nach Ernte der Vorfrucht max. 80kg/ha Norg. Mit festem oder langsam wirkendem Dünger (Festmist > 15 TS, Kompost, feste Phase separierter Gülle, entwässertem Klärschlamm) max. 170kg/ha Norg. Düngung der folgenden Hauptfrucht anrechnen und im Parzellenpass eintragen
  • Keine Düngung nach Hackfruchtanbau
  • Totalherbizide vor Saat der Hauptfrucht verboten
  • Nicht prämienfähig sind Aufwuchs von Ausfallsamen der vorherigen Kultur und Feldfutter
  • Saat von Zwischenfrüchten nach dem 1. September nur prämienfähig wenn eine dichte und homogene Bodenbedeckung von 10 cm bis zum 1.November erreicht wird

1.2 Code SL

  • Aussaat mit Drillmaschine und einem Mix aus min. 3 verschiedenen Zwischenfrüchten, dürfen erst nach dem 1. Februar umgebrochen werden
  • Möglichkeit Totalherbizid anzuwenden vor Saat der Hauptfrucht, wegen Frostresistenz verschiedener Früchte aus dem Mix
  • Rechnungsbelege der Aussaatmischung müssen auf dem Betrieb aufbewahrt werden

Option 2:
Mulch- und Direktsaat von Kulturen – Code MD

2.1 Code MD

  • Gefördert werden nur Direktsaat, Saat ohne Bodenbearbeitung und Mulchsaat, Saat in einer abgestorbenen Pflanzenmulchdecke bzw. Mulchdecke ohne vorheriges Pflügen, nach Anweisungen des Ministers auf Rat der Umweltkommission
  • Anwendbar bei allen Winter- und Sommerkulturen mit Ausnahme von Kartoffeln
  • Prämienfähig ist nur die Mulchsaat der Hauptfrucht, nicht prämienfähig die Mulchsaat der Zwischenfrucht

2.2 Code ST

  • Direktsaat nach dem Strip Tillage Verfahren (Streifensaat) nur in Wasserschutzzonen und in erosionsgefährdeten Gebieten
  • Ausbringen von flüssigem organischen Dünger nur mit Schleppschlauch oder mit Injektor

Besonderheiten können Sie der Informationsbrochüre 'Agrar-Umwelt-Klimamaßnahmen' entnehmen.

Art und Höhe der Förderung

Beihilfebetrag

  • Option 1.1 Code ZF : 100 €/ha/Jahr
  • Option 1.2 Code SL: 140 €/ha/Jahr
  • Option 2.1 Code MD: 75€/ha/Jahr für die ersten 50 ha ; 60€/ha/Jahr für die Flächen zwischen 50 und 100 ha; 45€/ha/Jahr für die Flächen > 100 ha
  • Option 2.2 Code ST: 100 €/ha/Jahr

Antragstellung

Einsendeschluss

bis zum 1. August vor dem Beginn des ersten Kulturjahres der Teilnahme

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