Ausgleichszulage

für Erzeuger in benachteiligten Gebieten

Ziel der Beihilfe

Entschädigung für Erzeuger in aus naturbedingten oder anderen spezifischen Gründen benachteiligten Gebieten.

Mittelherkunft

  • EU-Haushalt: 26,3% Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)
  • LU-Haushalt: 73,6% Fonds d’orientation économique et sociale pour l’agriculture (FOESA)

Zuwendungsempfänger

Aktive Betriebsinhaber welche landwirtschaftlich genutzte Flächen in anerkannten benachteiligten Gebieten bewirtschaften.

Förderfähige Maßnahmen

Beihilfeberechtigt sind alle in Luxemburg gelegenen beihilfefähigen Flächen mit Ausnahme der Flächen im Weinbau, der intensiven Obstanlagen, der Baumschulen, sowie sonstigen Intensivkulturen (Gemüse- oder Blumenanbau sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus).
Als anerkannte benachteiligte Gebiete gelten die, in der Richtlinie des Rates vom 28. April 1975 betreffend das Gemeinschaftsverzeichnis der benachteiligten landwirtschaftlichen Gebiete im Sinne der Richtlinie 75/268/EWG (Luxemburg), aufgeführten Gebiete des Großherzogtums Luxemburg.

Fördervoraussetzungen

Die Ausgleichzulage wird gewährt an Betriebsinhaber:

  • welche eine landwirtschaftliche Tätigkeit in Luxemburg ausüben;
  • welche die Anforderungen zum aktiven Landwirt erfüllen;
  • deren Betrieb mindestens 3 ha beihilfefähiger Fläche in einem anerkannten benachteiligten Gebiet in Luxemburg aufweist;
  • deren Betrieb eine ökonomische Betriebsgröße von mindestens 9.600 € Standarddeckungsbeitrag aufweist,
  • die sich verpflichten die landwirtschaftliche Tätigkeit zum Zeitpunkt der ersten Zahlung einer Ausgleichszulage während mindestens 5 Jahren im benachteiligten Gebiet weiterzuführen;
  • die die Bedingungen der Cross Compliance auf der ganzen Fläche ihres Betriebes einhalten.

Art und Höhe der Förderung

Es wird nur eine Ausgleichzulage pro Betrieb gewährt.

Beim Zusammenschluss von zwei oder mehreren landwirtschaftlichen Betrieben werden diese als eine technisch-wirtschaftliche Einheit angesehen und sollten einen Antrag auf Flächenzahlung einreichen.

Beihilfebetrag

Für Betriebsinhaber, welche

bei der landwirtschaftlichen Sozialversicherung im Haupterwerb angemeldet sind und

  • weniger als 20 Stunden pro Woche außerhalb des Betriebes tätig sind;
  • nicht Rentenempfänger sind;
  • und nicht älter als 65 Jahre sind.

Für die ersten 60 Hektar beträgt die Ausgleichszulage 150 €/ha.
Für die zusätzlichen Hektare beträgt die Ausgleichszulage 75 €/ha.
Insgesamt sind höchstens 120 Hektar pro Betrieb beihilfeberechtigt.

Die Regelung sieht vor, dass bei hauptberuflichen Betriebsinhaber für die Berechnung der Ausgleichszulage die Betriebsstruktur, welche in betriebsnotwendigen Arbeitskräften berechnet wird, ausschlaggebend ist. Die betriebsnotwendigen Arbeitskräfte werden durch die im Flächenantrag des Berechnungsjahres angegebenen Flächen und Viehbestände ermittelt. Die aufgelisteten maximal auszuzahlenden Flächen werden demnach mit dem bestimmten Koeffizienten multipliziert. Sie werden demnach erhöht und ausbezahlt, wenn eine ausreichende Fläche im Flächenantrag gemeldet ist.

Für alle anderen Betriebsinhaber, welche

bei der landwirtschaftlichen Krankenkasse im Nebenerwerb angemeldet sind und

  • eine der drei oben genannten Bedingungen nicht erfüllen.

Für die ersten 15 Hektar beträgt die Ausgleichszulage 100 €/ha.
Für die zusätzlichen Hektare beträgt die Ausgleichszulage 62 €/ha.
Insgesamt sind höchstens 25 Hektar pro Betrieb beihilfeberechtigt.

Arbeitet dennoch eine Person auf dem Betrieb, die die oben angeführten Bedingungen des hauptberuflichen Betriebsinhabers erfüllt, werden die Beträge der Ausgleichszulage wie oben angegeben ausbezahlt.

Antragstellung

Auszahlung der Beihilfe

Die Ausbezahlung erfolgt am Anfang des folgenden Jahres.

Antragsformular

Flächenantrag

Einsendeschluss

15. Mai 2018 für das Jahr 2018.

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