Schouluebst

Das Schulobstprogramm (früher Fruit4school) ist ein Projekt zum Thema Obst und Gemüse, welches von der Europäischen Union ins Leben gerufen wurde. In Luxemburg läuft das Projekt seit 2010 unter dem Landwirtschaftsministerium und wird von der Administration des services techniques de l’agriculture (ASTA) ausgeführt.

©Luc Pesch

Sinn und Zweck des Schulobstprogramms

Kinder sollen durch dieses Projekt

  • den Genuss von Obst und Gemüse kennenlernen,
  • an gesundes Essen herangeführt werden,
  • eine ganze Menge Wissen über Obst und Gemüse mit auf den Weg bekommen.
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Funktionsweise des Schulobstprogramms

Grundschule

Einmal pro Woche wird jede Grundschule, welche am Programm teilnimmt, mit frischem Obst und Gemüse beliefert, so dass die Kinder einmal pro Woche mindestens eine gratis Portion Obst oder Gemüse außerhalb der Mahlzeiten erhalten. Die an die Schule gelieferte Menge ist auf die Anzahl der Kinder an der Schule abgestimmt. Kindertagesstätten oder -krippen können nicht teilnehmen.

Sekundarschule

Alle öffentlichen, sowie die Mehrzahl der privaten Sekundarschulen in Luxemburg, nehmen am Schulobstprogramm teil. Sie werden jede Woche montags beliefert. Die angelieferte Obstmenge wird auf die 5 Schultage, von montags bis freitags, aufgeteilt und gratis, idealerweise an mehreren Orten des Schulgebäudes, den Schülern zur Verfügung gestellt. Das Schulobstprogramm in den Sekundarschulen funktioniert nach dem Prinzip „first come first served“.

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Kosten des Schulobstprogramms für Schule oder Gemeinde

Das Schulobstprogramm ist für Schüler, Schule und Gemeinde gratis und wird durch Mittel der Europäischen Union und des Landwirtschaftsministeriums finanziert.

Verpflichtungen der Schulen und Gemeinden

Schule

  • Antragstellung, um am Programm teilnehmen zu können,
  • Entgegennehmen und Kontrolle von Obst und Gemüse,
  • Unterschreiben und Archivieren des Lieferscheins und
  • Verteilung von Obst und Gemüse an die Kinder.

Ein Koordinator aus der Schule ist während des Schuljahres der Ansprechpartner für den Verwalter des Programms bei der ASTA. Daneben soll die Schule den Kindern auch pädagogische Begleitmaßnahmen bieten, um ihnen Obst und Gemüse und eine gesunde Ernährung näher zu bringen.

Gemeinde

Die Gemeinde muss, in Form einer schriftlichen Genehmigung des Bürgermeisters, den zuständigen Kontrollagenten den Zugang zu den Schulen erlauben, so dass die für das Programm vorgeschriebenen Kontrollen durchgeführt werden können.

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Das Schulobstprogramm in Luxemburg

  • Zwischen 2009 und 2018 wurden 3.033,56 Tonnen Obst an die Schulkinder verteilt.
  • Rund 351 Lieferungen werden pro Woche ausgestellt.
  • 2018 wurden jede Woche rund 100.000 Schulkinder mit Schulobst bedient.
  • Im Schuljahr 2017/2018 nahmen 93% der Schulen nehmen teil und somit kamen 96% der Schüler Luxemburgs in den Genuss des Schulobstes.
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