Wasserschutzkonformer Maisanbau durch Einsatz voll- und teilmechanischer Unkrautbekämpfungsverfahren sowie Untersaaten

Projektziele

Mit der (teil-)mechanischen Unkrautbekämpfung und dem Anbau von Untersaaten im Mais sollen unterschiedliche Zielvorstellungen erfüllt werden.

Hinsichtlich der alternativen Unkrautbekämpfungsstrategien im Mais existiert eine Fülle an Kombinationsmöglichkeiten bestehend aus rein mechanischen sowie kombiniert chemisch-mechanischen Unkrautbekämpfungsverfahren. Ziel des Versuches besteht darin den Herbizid Aufwand zu reduzieren und zugleich eine effiziente Unkrautbekämpfung ohne Ertragsverluste beim Mais zu erzielen.

Untersaaten können zu einem wasserschutzkonformen Maisanbau beitragen. Ziel des Versuchs besteht darin verschiedene Anbauverfahren (Gräserarten, Saatverfahren, Saatstärken und Saatzeitpunkte) für Untersaaten im Mais aufzuzeigen, welche den Grundanforderungen (N-Bindung, Erosionsschutz, keine Konkurrenz zur Hauptfrucht Mais) gerecht werden.

Projektdauer

2021-2022 (12 Monate)

Projektträger

Chambre d’Agriculture du Luxembourg

Partner

Landwirtschaftlech Kooperatioun Uewersauer (LAKU)

Resultate

Unter den klimatisch schwierigen Bedingungen des Anbaujahres 2021 blieben die Varianten mit teil- bzw. vollmechanischer Unkrautbekämpfung leicht hinter jener mit ganzflächiger Herbizidbehandlung zurück. Dies wird auf den teils hohen Unkrautbesatz in den nicht chemischen Varianten zurückgeführt. Die normalerweise damit verbundene Konkurrenz kam allerdings auf Grund der konstant guten Wasserversorgung nur bedingt zum Ausdruck. Bei den Varianten mit Untersaaten wurde einmal mehr deutlich, dass der Zeitpunkt der Untersaat entscheidend ist. Im Vorauflauf etablierte Untersaaten stellen ein großes Risiko für die Maisentwicklung dar. Im Versuch lieferten denn auch die Varianten, die im späten Nachauflauf etabliert wurden, die höchsten TM-Erträge. Bezüglich der Reststickstoffwerte nach der Ernte konnten kaum Unterschiede zwischen den insgesamt 10 getesteten Varianten festgestellt werden. Die Werte lagen Anfang November insgesamt auf einem niedrigen Niveau und verzeichneten auch in den drei darauffolgenden Wochen witterungsbedingt keine nennenswerten Veränderungen.

Kosten

Die Kosten für das gesamte Projekt, die vom Ministerium laut Projektantrag übernommen werden, belaufen sich auf maximal 18.730 €.

Zum letzten Mal aktualisiert am