Bodenkartierung und Bodenkarten

Die Dienststelle Bodenkunde der Kontroll- und Versuchslaboratorien der ASTA ist seit den 60er Jahren mit der Erstellung verschiedener Bodenkundlicher Karten für Luxemburg beauftragt.

Bodenübersichtskarte (1969) – Carte des sols du GD de Luxembourg

Im Jahre 1969 wurde die Bodenübersichskarte im Maßstab 1:100.000 veröffentlicht, die eine allgemeine Übersicht der Bodeneinheiten (associations de sol, SMU-soil mapping unit) Luxemburgs darstellt. Die Bodeneinheiten folgen überwiegend den großen geologischen Einheiten des Landes.

Detaillierte Bodenkarte (1964-2017) – Carte des sols détaillée

Seit den 60er Jahren wird an der detaillierten Bodenkarte (1:25.000) gearbeitet, die inzwischen 76 % der Landesfläche abdeckt.

Die jährlichen bodenkundlichen Kartierungsarbeiten tragen mit rund 2.500 ha zu einer regelmäßigen Vervollständigung von 1% der Landesfläche bei.

Bei der detaillierten Bodenkarte handelt es sich um eine morphologisch geprägte Einstufung der Böden, die an die belgische Bodenlegende (PCNSW-Projet de cartographie numérique des sols de Wallonie) anlehnt und vor allem als Grundlage für Land- und Forstwirtschaft dient.

Die Beprobungen erfolgen per Hand mittels Edelman-Bohrer mit mindestens 2 Bohrpunkten/ha bis auf eine Probentiefe von 80cm. Informationen zu Bodentextur, Drainageklasse, Tiefgründigkeit, Steingehalt, Gesteinstyp, Substrat, Bodenentwicklung werden erfasst, in kodierter Form in Bodentypen (série pédologique) zusammengefasst und dem georeferenzierten Bohrpunkt zugeordnet.

Die Erstellung der Orginalbodenkarte (Minute) (1:5.000) erfolgt anschließend im Büro durch die Zusammenlegung zusammenhängender Bohrpunkte, graphisch dargestellt durch ein Polygon (STU-soil typological unit) auf einer topographischen Karte (1:5.000) mit dem dazugehörenden Symbol (Bsp. jSba2). Orginale werden gescannt, in ARCGIS unter Polygone-Feature in einem Karten-Layer angelegt und in die bestehende digitale Bodenkarte eingefügt.

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