Pflanzenschutzmittel

Als Pflanzenschutzmittel gelten im Allgemeinen alle Mittel, deren Einsatz dem Schutz von Pflanzen und Erntegütern oder der Unkrautbekämpfung dient. Wachstumsregler wie Reifebeschleuniger oder Keimhemmungsmittel gelten ebenfalls als Pflanzenschutzmittel, Algenbekämpfungsmittel in der Regel jedoch nicht. Eine genaue Definition der Pflanzenschutzmittel findet man in der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009.

Die Wörter „Pflanzenschutzmittel“ und „Pestizid“ werden oft synonym verwendet. Fachlich ist dies jedoch nicht korrekt, da der Begriff „Pestizid“ nicht nur die Pflanzenschutzmittel, sondern auch die Biozide umfasst. Letztere sind Mittel, die nicht zum Zwecke des Pflanzenschutzes eingesetzt werden, wie zum Beispiel Desinfektionsmittel oder fäulnishemmende Fassadenanstriche.

Biozide unterliegen anderen nationalen und europäischen Vorschriften als Pflanzenschutzmittel. Weiterführende Informationen zum Thema Biozide finden Sie auf dem Portail de l'environnement.

Nützlinge gelten nicht als Pflanzenschutzmittel, bedürfen in Luxemburg daher momentan keiner Zulassung und sind frei verkäuflich.

Für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln ist der Minister für Landwirtschaft und Weinbau zuständig.

Zulassungsanträge sind an den Pflanzenschutzdienst der ASTA zu richten.

Das Verzeichnis aller in Luxemburg zugelassenen Pflanzenschutzmittel ist online einsehbar.

Nur die dort gelisteten Pflanzenschutzmittel dürfen in Luxemburg in Verkehr gebracht und angewendet werden.

Jedes Pflanzenschutzmittel beinhaltet einen oder mehrere Wirkstoffe. Sie verleihen den Mitteln ihre schützende Funktion, indem sie Pflanzenschädlinge und Unkräuter abtöten oder deren Aufkommen hemmen.

Nur die in der Europäischen Union zugelassenen Wirkstoffe dürfen in Pflanzenschutzmitteln verwendet werden.

 

Die Einfuhr und Freisetzung nicht heimischer Tier- und Pflanzenarten sind gesetzlich geregelt und bedürfen der Genehmigung des Ministers für Umwelt.

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