Neue Erkenntnisse zum Shamonda-Like-Virus

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Aktuelle Lage in Luxemburg

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Inzwischen ist bekannt, dass es sich um zwei verschiedene Varianten handelt, wobei vor allem die erste Variante, Shamonda-like Europa-1 „SHAV-EU1“, in Luxemburg vorkommt.
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Seit dem Nachweis des Orthobunyavirus „Shamonda-Like Virus“ (SHAV) in Luxemburg vor rund drei Wochen gibt es neue Erkenntnisse zu dessen Präsenz im Land. Inzwischen ist bekannt, dass es sich um zwei verschiedene Varianten handelt, wobei vor allem die erste Variante, Shamonda-like Europa-1 „SHAV-EU1“, in Luxemburg vorkommt, welche auch in Süddeutschland, der Schweiz, Österreich und Frankreich verbreitet ist. Die Symptome beider Varianten sind dahingegen gleich. Auch die zweite Variante (Shamonda-Like Europa „SHAV-EU2“) wurde in Einzelfällen nachgewiesen. Betrachtet man die geografische Verteilung der positiven Fälle, zeigt sich, dass das Virus homogen in Luxemburg verteilt ist.

Hinsichtlich der ersten Analysen, die vom Veterinär- und Lebensmittellabor (LVA) der Luxemburger Veterinär- und Lebensmittelverwaltung (ALVA) durchgeführt wurden, wurden 59 % der verdächtigen Sammelproben (24 von 41 Betrieben) positiv auf das Virus getestet. Basierend auf Einzelproben pro Tier kann geschlussfolgert werden, dass rund zwei Drittel der Proben (72 von 102 Tieren) positiv getestet wurden. Eine hauseigene Testmethode wurde inzwischen ausgearbeitet, welche beide Varianten des SHAV ermitteln kann. Hierdurch verkürzt sich das Intervall zwischen Probenentnahme und Resultat drastisch.

Bislang wurden bei Rindern überwiegend milde Krankheitsverläufe mit Fieber, Durchfall sowie einem Rückgang der Milchleistung beschrieben. Auch Aborte und Fehlbildungen sind bei Rindern möglich, sind jedoch in Luxemburg noch nicht berichtet worden. Die ALVA fordert die Rinderhalter auf, beim Fund eines Abortes den Fötus zu pathologischen Zwecken im Labor in Düdelingen abzugeben, um die Ursache ermitteln zu können.

Für eine klinische Erkrankung des Menschen durch SHAV gibt es weiterhin keinen Nachweis.

Weitere Informationen unter anderem zu Empfehlungen für Tierhalter und präventiven Maßnahmen finden Sie im Infoblatt „Neues Orthobunyavirus der Simbu-Serogruppe“.

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