Lebensmittelsicherheit und Veterinärbakteriologie

Das Veterinär- und Lebensmittellabor (LVA) ist in drei Abteilungen unterteilt: die Abteilung für Lebensmittel-, Veterinärmikrobiologie und genveränderte Organismen, die Abteilung für Lebensmittelchemie und die Abteilung für Veterinärdiagnostik und Epidemieüberwachung. Das Labor ist nach der Norm ISO/IEC 17025:2017 akkreditiert.

Lebensmittel-, Veterinärmikrobiologie und Untersuchung genetisch veränderter Organismen

In der Veterinärbakteriologie werden Bakterien, Schimmelpilze und Hefen auf spezifischen und selektiven Nährböden nachgewiesen. Da es einige Zeit dauert, bis sich Keime entwickeln, kann es bis zu mehreren Tagen dauern, bis ein Ergebnis sichtbar wird. Für jeden signifikanten Keim wird ein Antibiogramm erstellt, was eine bessere Therapie und einen besseren Einsatz von Medikamenten ermöglicht, um das Entstehen von Antibiotikaresistenzen zu verhindern. Darüber hinaus kann auch gezielt nach resistenten Keimen (E. coli ESBL; MRSA) gesucht werden. In diesem Zusammenhang führt das Labor auch die Analysen der Proben durch, die im Rahmen des Europäischen Durchführungsbeschlusses (EU) 2020/1729 über die Überwachung und Meldung von Antibiotikaresistenzen entnommen wurden. Mit wenigen Ausnahmen werden nur Proben von Nutztieren analysiert.

Diese Einheit umfasst auch die mikrobiologische Untersuchung von Lebensmitteln tierischen und nicht tierischen Ursprungs, Futtermitteln sowie die mikrobiologische Untersuchung von Notschlachtungen. Es werden nur Proben analysiert, die von der zuständigen Behörde entnommen wurden. Es werden keine Selbstkontrollanalysen gemäß der Verordnung (EG) Nr. 2073/2005 durchgeführt. Die Einheit führt auch Analysen zum Nachweis von genetisch veränderten Organismen (GVO) in Lebensmitteln (z. B. Produkte auf Basis von Soja, Mais, verschiedenen Samen usw.) sowie in Futtermitteln durch, um das Vorhandensein von GVO insbesondere gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 zu überprüfen.

Das LVA ist das nationale Referenzlabor für das Großherzogtum Luxemburg in den folgenden Bereichen: koagulase-positive Staphylokokken und Antibiotikaresistenzen, lebensmittelbedingte Viren (Norovirus und Hepatitis A) und genetisch veränderte Organismen und in Zusammenarbeit mit dem Laboratoire National de Santé (LNS) auch in den Bereichen Campylobacter, Listeria monocytogenes, Salmonella und Verotoxine produzierende Escherichia coli (VTEC).

Wie in der Veterinärbakteriologie können auch resistente Keime (E. coli ESBL; MRSA) untersucht werden. In diesem Zusammenhang führt das Labor Analysen von Proben durch, die im Rahmen der Europäischen Durchführungsentscheidung (EU) 2020/1729 über die Überwachung und Meldung von der Antibiotikaresistenz entnommen wurden.

Lebensmittelchemie

Die Abteilung Lebensmittelchemie führt Analysen von Lebensmitteln für den menschlichen Verzehr, von Materialien, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, und von Futtermitteln durch. Die Analysen decken verschiedene Bereiche ab, für die das Labor als Referenzlabor für das Großherzogtum gilt. Zu diesen Bereichen gehören Pestizide, für die gemäß der Verordnung (EG) Nr. 2002/63 ein Screening und eine Quantifizierung von 300 Pestiziden durchgeführt werden. Mykotoxine und Pflanzentoxine wie Deoxynivalenol, Zearalenon, Ochratoxine, Fumonisine und Aflatoxine werden ebenfalls quantifiziert. Zusatzstoffe wie verbotene Farbstoffe, Lebensmittelfarbstoffe, Süßstoffe oder Konservierungsstoffe werden quantifiziert. Verarbeitungskontaminanten wie Acrylamide, die bei der Zubereitung von Pommes frites oder Chips entstehen können, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe oder auch Histamin, das ein Indikator für die Frische eines Produkts ist, Nitrate und Nitrite oder Sulfite sind ebenfalls Teil der Analysen, die der Bereich Lebensmittelchemie abdeckt. Das Labor liefert Analyse- und Testergebnisse, die mit den europäischen Rückstandshöchstwerten verglichen werden können und die Konformität des Produkts gewährleisten.

Das Labor arbeitet eng mit der Verwaltung für technische Dienste in der Landwirtschaft (ASTA), dem Landesamt für Verbraucherschutz Saarland sowie allen Laboren des europäischen Netzwerks zusammen.

Diagnostik und veterinärmedizinische Epidemieüberwachung

Neben der Suche nach Krankheitserregern in luxemburgischen Tierbeständen untersucht diese Einheit Trichinenlarven, vor allem in Schweinefleisch (Haus- und Wildschweine) und Pferdefleisch. Die Europäische Durchführungsverordnung (EU) 2015/1375 listet alle Tierarten auf, bei denen diese Untersuchung im Rahmen der Lebensmittelkontrolle obligatorisch durchgeführt werden muss. Wie in der europäischen Durchführungsverordnung (EU) 2020/1478 beschrieben, führt das Labor diese Analyse gemäß der Norm ISO 18743 (Referenzmethode) durch. Es handelt sich um eine künstliche Verdauung, bei der im Falle eines positiven Ergebnisses die Larven unter dem Trichinoskop sichtbar sind.

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