Kontaktstelle „Agri-Innovatioun“ + Wissens- und Informationssystem (AKIS)

„Agri-Innovatioun“

Die Kontaktstelle für Diversifikation und Innovation in der Landwirtschaft

Das Ministerium für Landwirtschaft stellt den Landwirten, Winzern, Viehzüchtern, Gemüse- und Obstbauern die zentrale Kontaktstelle „Agri-Innovatioun“ zur Verfügung, die ihnen hilft, innovative Lösungen umzusetzen und ihren landwirtschaftlichen Betrieb erfolgreich zu diversifizieren. Ziel ist eine zukunftsfähige Landwirtschaft, die durch Innovation und Vielfalt gestärkt wird, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.

An wen richten sich die Angebote?

Die Dienstleistungen von „Agri-Innovatioun“ richten sich an alle landwirtschaftlichen Betriebe in Luxemburg, die sich mit Innovationen beschäftigen oder eine Diversifikation ihrer Tätigkeiten anstreben. Egal, ob sie ein kleines Familienunternehmen führen oder einen größeren Betrieb betreiben – „Agri-Innovatioun“ bietet den Landwirten die nötige Unterstützung.

Der Wandel in der Landwirtschaft erfordert kreative Lösungen und eine zukunftsorientierte Denkweise. Die Anlaufstelle für Diversifikation und Innovation begleitet die Landwirte auf diesem Weg und hilft ihnen dabei, Chancen zu erkennen, neue Märkte zu erschließen und ihre Betriebsstruktur langfristig aufzubauen.

Lösungen und Inspiration

Um über neue innovative Lösungen und inspirierende Ideen aus dem Ausland informiert zu werden oder die Resultate aus Forschungsprojekten und Innovationsprojekten kennen zu lernen, kann man sich zum Newsletter anmelden.

Wissens- und Innovationssystem (AKIS)

AKIS steht für Agricultural Knowledge and Innovation Systems oder Système de Connaissances et d’Innovation Agricoles, auf Deutsch Wissens- und Innovationssystem für die Landwirtschaft.

Die Ausarbeitung des AKIS-Konzeptes beruht im Wesentlichen auf einer zweifachen Feststellung: 

  • Einerseits spielen Wissen und Innovation eine Schlüsselrolle wenn es darum geht, Landwirten dabei zu helfen, die zahlreichen Herausforderungen von heute und morgen zu meistern.
  • Andererseits hat das lineare Forschungsmodell im Laufe der Jahre seine Grenzen aufgezeigt. Die Zeit, in der die Forschungsergebnisse an die Landwirte weitergegeben werden, ist oft sehr lang, die Arbeiten berücksichtigen nicht immer das lokal entwickelte Wissen und die Innovationen, darüberhinaus entsprechen die Ergebnisse oft nicht den Erwartungen und Bedürfnissen der Akteure vor Ort.

Das Konzept umfasst, neben den Landwirten, Winzern und Gärtnern im Mittelpunkt, im Wesentlichen die Systembereiche Innovation und Forschung, Beratung und Wissenstransfer sowie (Weiter)-Bildung. Es wurde in die EU-Verordnung aufgenommen und ist heute ein integraler Bestandteil des Ansatzes der neuen GAP-Strategiepläne 2023-2027.

Innovation und Forschung

Hier gibt es weitere Informationen über Innovation und Forschung im Bereich Landwirtschaft in Luxemburg

Beratung und Wissenstransfer

Im Mittelpunkt der Beratung steht die Verbesserung der Nachhaltigkeit und der Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen, wein- und gartenbaulichen Betriebe.

Zu den Aufgaben der Beratung gehört es, Innovationen sowie nachhaltige, umwelt- und ressourcenschonende Wirtschaftsweisen in die betriebliche Praxis zu überführen und zugleich betriebsindividuelle Lösungen zu entwickeln.

Die Grundlage des Förderprogramms bildet der Nationale Strategieplan (PSN) für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) 2023-2027. Die landwirtschaftliche Beratung, die ausschließlich aus nationalen Mitteln finanziert wird, ist modular gestaffelt um den vielfältigen Ziele der GAP gerecht zu werden. Die angebotenen Beratungsmodule können in 5 Kategorien unterteilt werden:

  • Biodiversität sowie Umwelt- und Klimaschutz,
  • Tierwohl und Tierhaltung,
  • biologische Landwirtschaft,
  • wirtschaftliche Unternehmensberatung inklusive Beratung fir Junglandwirte und Diversifikation,
  • Weinbau.

Die Beratungsmodule werden von staatlichen und anerkannten privatrechtlichen Beratungsorganisationen angeboten.

Weitere Informationen zum modularen Aufbau des Beratungssystems und den einzelnen Modulen gibt es hier.

Weiterbildung

Wer einen landwirtschaftlichen Betrieb führt, muss sich mit der Zeit großen technischen, betriebswirtschaftlichen und persönlichen Herausforderungen stellen.

Um den Landwirten bei der Bewältigung dieser Herausforderungen, beim Umgang mit den veränderten gesellschaftlichen Erwartungen und den mit der systemischen Transformation der Landwirtschaft verbundenen steigenden Anforderungen zur Seite zu stehen, unterstützt das Landwirtschaftsministerium die Ausarbeitung und die Organisation fachspezifischer Weiterbildungsmaßnahmen.

Ausführliche Informationen zu den Fördermöglichkeiten der beruflichen Fortbildung gibt es hier.

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