Ernährungspolitik

Eine kohärente und partizipative Ernährungspolitik

Um einen „Lebensmittelsystem“-Ansatz zu fördern (wie er in der europäischen Strategie „Farm to Fork“ vorgesehen ist), der die vielfältigen Zusammenhänge berücksichtigt, ist eine kohärente nationale bzw. europäische Lebensmittelpolitik, die alle Teilnehmer der Lebensmittelkette berücksichtigt, von entscheidender Bedeutung. Diese Politik wird die Logik eines „Lebensmittelsystems“ hervorheben und gleichzeitig die Beziehungen berücksichtigen, die sich aus den verschiedenen Säulen der Produktionsketten ergeben, und wird es gleichzeitig ermöglichen, auf die zahlreichen Herausforderungen zu reagieren, die sich auf gesetzgeberischer Ebene (auf nationalem und europäischem Niveau) stellen.

Um eine Kohäsion bzw. eine sinnvolle Koordination der verschiedenen Politiken und Strategien, die das Thema Ernährung auf nationaler Ebene berühren, zu gewährleisten und gleichzeitig die Synergien und Überschneidungen, die dem Ernährungssystem innewohnen, zum Vorteil der Verbraucher, Erzeuger und Verarbeiter zu nutzen, hat das Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Weinbau die notwendigen Schritte zur Einführung einer holistischen Ernährungspolitik für Luxemburg eingeleitet.

Im Rahmen der Gestaltung dieser neuen Ernährungspolitik ist eine Priorität der Regierung daher auch eine breite Bürgerbeteiligung zu fördern, um so die Ideen und Positionen der verschiedenen Interessengruppen besser zusammenführen zu können. Erklärtes Ziel ist es, Produktion und Konsum auf allen Ebenen miteinander zu verbinden.

Nationaler Aktionsplan für ein nachhaltiges Ernährungssystem 2026–2030

Mit dem nationalen Aktionsplan für ein nachhaltiges Ernährungssystem 2026–2030 (PAN‑Alimentation) setzt Luxemburg die obengenannten Prinzipen der Ernährungspolitik um und gibt jener Politik einen umfassenden und kohärenten Rahmen. Der Aktionsplan wurde am 27. März 2026 vom Regierungsrat verabschiedet und stellt einen zentralen Meilenstein zur Umsetzung der im Koalitionsabkommen 2023–2028 verankerten Vision eines nachhaltigen, modernen und resilienten Ernährungssystems dar.

Die luxemburgische Ernährungspolitik verfolgt das Ziel, allen Menschen den Zugang zu einer sicheren, ausgewogenen und qualitativ hochwertigen Ernährung zu gewährleisten, unter gleichzeitiger Stärkung der nationalen Ernährungssouveränität. Der PAN‑Alimentation vereint Konsumenten, Produzenten sowie die öffentliche Hand rund um dieses gemeinsame Ziel und setzt dabei auf einen ganzheitlichen Ansatz über die gesamte Lebensmittelkette hinweg – von der landwirtschaftlichen Erzeugung bis zum Konsum.

Der Aktionsplan basiert auf einer partizipativen Herangehensweise. Seine Ausarbeitung stützte sich unter anderem auf eine ILRES‑Umfrage, eine nationale Konsultation in der Abgeordnetenkammer sowie auf Beiträge von Akteuren aus Produktion, Verarbeitung, Handel und Zivilgesellschaft.

Unter dem Leitsatz „Ensemble vers une alimentation sûre et équilibrée, en promouvant une agriculture régionale, bio-régionale, durable et résiliente“ gliedert sich der PAN‑Alimentation in vier zentrale Achsen und vier Hebel des Handelns.

Der PAN‑Alimentation versteht sich als dynamisches und weiterentwickelbares Instrument, das auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse, Erfahrungen aus der Praxis und gesellschaftliche Entwicklungen reagieren kann. Er unterstreicht den Anspruch Luxemburgs, seine Ernährungspolitik langfristig auszurichten und zur Stärkung einer ausgewogenen, sicheren und nachhaltigen Ernährung sowie der Ernährungsresilienz beizutragen.

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