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Einfluss von Agrarstruktur und imkerlichen Praktiken auf die Bienengesundheit in Luxemburg

Projektziel

Das Projekt untersucht den Einfluss der Landwirtschaft, imkerlicher Praktiken und der Gegenspieler der Honigbienen auf die Bienengesundheit, um frühzeitig negative Einflüsse identifizieren, alternative Maßnahmen entwickeln und somit hohe Winterverluste vermeiden zu können. 

Beschreibung

Die Honigbiene ist einer der wichtigsten Bestäuber in unserer heimischen Agrarlandschaft und liefert neben Honig auch Wachs, Propolis und vieles mehr. Dazu dient sie aber auch als Umweltindikator, da sie Pollen und Nektar aktiv sammelt und in den Stock einbringt. Dabei ist insbesondere der Pollen ein geeigneter Trägerstoff, um Rückständen von synthetischen Pflanzenschutzmitteln, Schwermetallen etc. in unserer Umwelt nachzuweisen. Der Pollen von 4 Bienenvölkern an je 5 Standorten wird durch Imkerinnen und Imker von April bis August jeweils zweimal pro Monat mit einer Pollenfalle gesammelt und dann am LIST auf Rückstände analysiert. Die Ergebnisse werden dann zunächst mit den teilnehmenden Imkerinnen und Imkern besprochen und dann später anonymisiert veröffentlicht.

Neben dem Einfluss von synthetischen Pflanzenschutzmitteln sind unsere Honigbienen aber auch durch eine Reihe weiterer Faktoren bedroht, z.B. die Varroamilbe, die Viren an die Bienen übertragen, die teilweise zu kompletten Völkerverlusten führen können. Seit 5 Jahren gehört auch die Asiatische Hornisse zu den Gegenspielern unserer Bienen, indem sie aktiv Jagd auf sie macht. Durch einen Fragebogen, der mit Hilfe der ALVA an die Imkerinnen und Imker versendet wird, werden auf freiwilliger Basis anonymisierte Daten zu den Winterverluste, deren Ursachen und zum Auftreten der Asiatischen Hornisse gesammelt. Hinzu kommen Angaben zur imkerlichen Praxis (Beutentyp, Einfütterung, Varroamanagement), um ein ganzheitliches Bild erstellen zu können. Die Einbindung der Imkerinnen und Imker in die Datenerhebung ist dabei ein Garant für die Relevanz des Projektes für die Praxis. An der Fragebogen-Aktionen nehmen jährlich rund 70 % der Imkerinnen und Imker teil.

Untersucht wird der Einfluss der Landwirtschaft und imkerlicher Praktiken auf die Bienengesundheit.
© Marco Beyer (LIST)

Dauer

01/2025 - 12/2029

Projektträger

Partner

Resultate

Ergebnisse des Projektes werden kontinuierlich in Vorträgen vor Imkervereinen, in der Lëtzebuerger Beien-Zeitung und in Fachmagazinen veröffentlicht. Hinzu kommen auch wissenschaftliche Fachpublikationen. Alle Ergebnisse werden unter „Mehr dazu“ zu finden sein.

Kosten

Die Kosten, die vom Landwirtschaftsministerium laut Projektantrag übernommen werden, belaufen sich auf maximal 95.500 Euro pro Jahr.

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