Diamsoc - Analysemethoden für organische Schadstoffe

Entwicklung und Verbesserung von Analysemethoden für ausgewählte organische Kontaminanten in Lebensmitteln

Projektziel

Das Ziel des Diamsoc-Projekts ist es, die „Administration luxembourgeoise vétérinaire et alimentaire“ (ALVA) bei der Implementierung oder Verbesserung von Analysemethoden für organische Schadstoffe technisch zu unterstützen. Die Methoden werden in den Laboren des „Luxembourg Institute of Science and Technology“ (LIST) entsprechend den Anforderungen der ALVA in Bezug auf die Kontaminanten und die erwarteten Quantifizierungsgrenzen entwickelt und anschließend in die Labore der ALVA übertragen.

Beschreibung

Um eine effektive Kontrolle von Lebens- und Futtermitteln in Luxemburg zu gewährleisten, hat die ALVA mehrere Analyseprotokolle eingeführt. Diese decken ein breites Spektrum an organischen Kontaminanten und Lebensmittelbestandteilen ab. Aufgrund der stetig wachsenden Anzahl an Proben und zu überwachenden Substanzen sind jedoch kontinuierliche Anstrengungen erforderlich, um die analytischen Fähigkeiten aufrechtzuerhalten und zu verbessern. Die Entwicklung neuer Methoden ist für Ingenieure oft zeitaufwändig und beeinträchtigt den analytischen Durchsatz.

Als Forschungsinstitut hat das LIST, und insbesondere die Arbeitsgruppe für Element- und Molekülanalyse, in den letzten Jahrzehnten eine Reihe von Analysemethoden entwickelt. Die meisten dieser Methoden wurden optimiert, um mehrere Matrizen wie Umwelt-, Pflanzen- oder Lebensmittelproben zu untersuchen.

Entsprechend den unmittelbaren Bedürfnissen der ALVA wurden drei verschiedene Arbeitspakete definiert:

  • Arbeitspaket 1: Mykotoxine in Getreide

Bei der ALVA werden bereits mehrere auf LC-MS/MS und LC-FLD basierende Methoden eingesetzt, die die Quantifizierung einer Reihe von Mykotoxinen aus Getreideprodukten nach Extraktion und Reinigung ermöglichen. Das Hauptziel dieses Arbeitspakets besteht darin, das Spektrum der Analyten durch die Einbeziehung einer neuen Reihe ausgewählter Mykotoxine zu erweitern.

  • Arbeitspaket 2: Perfluoralkylsubstanzen (PFAS)

Die ALVA möchte die Analyse von PFAS in sein Portfolio aufnehmen, insbesondere für Fisch- und Fleischproben. Aufgrund des Mangels an verfügbarer Zeit für Ingenieure wurde jedoch noch nicht mit der Entwicklung begonnen. Die Analyse von PFAS wird bereits beim LIST durchgeführt, was die Umsetzung dieser Methode bei der ALVA im Rahmen der vorliegenden Zusammenarbeit erleichtern kann.

  • Arbeitspaket 3: Organische Kontaminanten in Lebensmittelkontaktmaterialien (FCM)

Die ALVA hat eine Reihe von Methoden auf der Grundlage der Gaschromatographie in Verbindung mit Massenspektrometrie zur Bestimmung verschiedener organischer Kontaminanten in Lebensmitteln eingeführt. Um den Arbeitsaufwand zu reduzieren und auf diese Weise den globalen Analysedurchsatz zu verbessern, möchte die ALVA drei bestehende Methoden zu einer gemeinsamen Methode kombinieren, die die Bestimmung aller Zielverbindungen in einem Durchgang ermöglicht.

Dauer

12 Monate (Februar 2026 – Januar 2027)

Projektträger

  • Luxembourg Institute of Science and Technology (LIST)

Partner

  • Administration luxembourgeoise vétérinaire et alimentaire (ALVA)

Resultate

Ergebnisse des Projektes werden unter „Mehr dazu“ zur Verfügung gestellt. Mit ersten Ergebnissen ist voraussichtlich ab Januar 2027 zu rechnen.  

Kosten

Die Kosten für das gesamte Projekt, die vom Landwirtschaftsministerium laut Projektantrag übernommen werden, belaufen sich auf maximal 60.490 Euro.

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