Düngemittelausbringtechnik

Vergleich von Schlitz- und Schleppschuhtechnik zur Ausbringung von Rindergülle im Käre vum Séi-Weizenanbau unter Wasserschutzbedingungen
Zwischen Schlitzgeräten und Schleppschuhverteilern bestehen deutliche technische Unterschiede in Bezug auf Arbeitsbreite, Eigengewicht der Ausbringtechnik und die, systembedingt, unterschiedliche theoretische Injektionstiefe beispielsweise Ablagetiefe der Gülle im Boden.
© Caroline Martin

Projektziel

Ziel des Projekts ist es, die wasserschutzgerechteste Ausbringungsmethode für Gülle im Getreideanbau im Stauseegebiet zu bestimmen; unter anderem für das Projekt Käre vum Séi.

Beschreibung

Der Käre vum Séi-Weizenanbau erfolgt unter strengen Wasserschutzauflagen, um Nährstoff‑ und Schadstoffeinträge in den Obersauerstausee zu vermeiden. Zwischen Schlitzgeräten und Schleppschuhverteilern bestehen deutliche technische Unterschiede in Bezug auf Arbeitsbreite, Eigengewicht der Ausbringtechnik und die, systembedingt, unterschiedliche theoretische Injektionstiefe beispielsweise Ablagetiefe der Gülle im Boden.

Dies zieht theoretisch große Unterschiede mit sich in der daraus resultierenden Bodenbelastung und dem Abschwemmungsrisiko. Diese Unterschiede sollen in der Praxis auf Flächen in der Wasserschutzzone um den Obersauerstausee festgehalten werden und die übergreifende Praxistauglichkeit für den Wasserschutz bestimmt werden.

Im ersten Projektjahr 2026 erfolgt die Grundcharakterisierung der zu beprobende Standorte sowie die Festlegung der Versuchsparzellen und der einzusetzenden Ausbringtechnik-Varianten. Die Versuchsdurchführungen erfolgen 2027 und 2028 in der Stauseeregion. An jedem Standort werden mehrere Varianten getestet und mit einer Kontrolle ohne Gülleausbringung verglichen. Jede Variante wird pro Standort in drei Wiederholungen angelegt.

Untersucht werden Bodenphysik, Tragfähigkeit des Bodens, Nmin‑ und Standard Bodenproben, meteorologische Parameter, Abschwemmung, Ausbringungsverluste, Ertrag und Qualitätsmerkmale des Weizens sowie die Wirtschaftlichkeit, um eine arbeitswirtschaftliche und nachhaltigkeitsbezogene Bewertung zu liefern.

Dauer

2026–2028

Projektträger

  • LAKU – Landwirtschaftlech Kooperatioun Uewersauer

Partner

  • Universität Trier

Resultate

Mit ersten Ergebnissen ist voraussichtlich ab Ende 2028 / Anfang 2029 zu rechnen.

Kosten

Die Kosten für das gesamte Projekt, die vom Landwirtschaftsministerium laut Projektantrag übernommen werden, belaufen sich auf maximal 38.584 Euro.

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