Low-Input Weizen
Industrielle Verwertung von lokal erzeugtem low-input Hart- und WeichweizenProjektziel
Aufbau einer nachhaltigen, für alle Akteure der Verarbeitungskette wirtschaftlichen, lokalen Produktion von umweltschonend, mit geringstmöglichem Einsatz von chemischem Pflanzenschutz und Stickstoffdünger angebauten Hartweizen, auch Durumweizen genannt, und Weichweizen in Luxemburg und in der Wallonie.
Projektbeschreibung
Das Projekt setzt sich aus 6 Arbeitspaketen zusammen (WorkPackage WP1-WP6).
WP 1: In den ersten drei Versuchsjahren werden in Kleinparzellenversuchen die für eine Low-Input-Bestandesführung am besten geeigneten Weich- und Durumweizensorten identifiziert.Hierzu werden jeweils 12 Sorten bei 2 Stickstoffdüngungsvarianten (praxisüblich und um 20% reduziert) und 3 Fungizidbehandlungsvarianten (0, 1 und 2 Fungizidspritzungen) auf ihre agronomischen und verarbeitungstechnischen Eigenschaften geprüft.
WP 2: Das Ziel von WP 2 ist der Aufbau eines Pilotnetzwerks für Krankheitsbeobachtungen durch und für die am Projekt beteiligten Landwirte. Nach der Zusammenstellung werden diese Beobachtungen in Form eines Bulletins an die Landwirte weitergeleitet, um ihnen dabei zu helfen, Weizen mit geringem Einsatz von Betriebsmitteln anzubauen. Eine Reduktion der Betriebsmittel ist jedoch nicht ohne Intensivierung der Feldkontrollen möglich.
WP 3: In diesem Arbeitspaket wird geprüft, ob die in den Kleinparzellen gewonnenen Erkenntnisse auf die landwirtschaftliche Praxis übertragbar sind. Ab dem zweiten Versuchsjahr bauen die landwirtschaftlichen Partnerbetriebe 2 bzw. 3 in den Kleinparzellen als geeignet empfundene Durum- und Weichweizensorten großflächig unter low-input – Bestandesführung an.
WP 4: Die ausgewählten, großflächig unter low input – Bedingungen angebauten Weich- und Hartweizensorten werden auf ihre Eignung für die industrielle Verarbeitung geprüft. Das in der Kleinbettinger Mühle zu Mehl bzw. Grieß vermahlene Getreide wird anschließend zu Pasta bzw. Backwaren weiterverarbeitet.
WP5: Die Veröffentlichung der in den ersten vier Arbeitspaketen gewonnenen Erfahrungen und Ergebnisse erfolgt mit dem Ziel, den Austausch zwischen allen Akteuren der Verarbeitungsketten zu fördern.
WP6: Dieses Arbeitspaket beinhaltet die Projektverwaltung, die Abstimmung zwischen den Projektpartnern sowie die Diskussion der Versuchsresultate.
Projektdauer
Ernte 2025 bis Ernte 2028; das Projekt endet Anfang 2029
Projektträger
- Lycée Technique Agricole
Partner
Landwirte
- 7 wallonische und 4 luxemburgische Landwirte
Versuchsanstalten und Beratungsinstitutionen
- Centre wallon de Recherches agronomiques (CRA-W)
- Le Centre Pilote wallon des Céréales et des Oléo-Protéagineux (CePiCOP)
- Le Collèges des Producteurs (SOCOPRO)
- Luxemburger Landwirtschaftskammer (LWK)
- Lycée Technique Agricole (LTA)
Weiterverarbeitung
- Moulins de Kleinbettingen (MKB)
- Pasta della Mamma (PDM)
Saatgutproduzenten
- Luxemburger Saatbau Genossenschaft (LSG)
Resultate
Ergebnisse des Projektes werden hier auf der Webseite des Ministeriums unter „Mehr dazu“ zur Verfügung gestellt.
Mit ersten umfassenden Ergebnissen ist voraussichtlich ab Ende 2027 zu rechnen. Zwischenergebnisse werden seit Herbst 2025 auf den Webseiten der LTA-Demofelder unter der Rubrik „low-input“ veröffentlicht.
Kosten
Das Projekt wird von der Wallonie, dem Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Weinbau des Großherzogtums Luxemburg, dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums und EIP-Agri unterstützt. Die Kosten für den luxemburgischen Projektteil, die vom Ministerium laut Projektantrag übernommen werden, belaufen sich auf maximal 299.768,66 Euro.
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