MaStaGUs - Anbauversuch im Wasserschutz
N-Auswaschungsrisiko des Mais-Stangenbohnen-GemengeanbausProjektziel
Ziel des Versuches ist es, das Stickstoff-Auswaschungsrisiko beim Anbau von Mais-Stangenbohnengemengen mit verschiedenen Untersaaten und Zwischenfrüchten zu bewerten. Zudem sollen Effekte der verschiedenen Varianten auf die Folgekultur bewertet werden.
Beschreibung
Mais ist eine der bedeutendsten Ackerkulturen in Luxemburg. Aufgrund seiner vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten, hohen Energiegehalte, guten Siliereigenschaften und Mechanisierbarkeit wurde er in Luxemburg im Jahr 2024 auf 15.434 ha, entsprechend etwa 25 % der Ackerfläche, angebaut (MAAV, 2024). Der überwiegende Teil des Maises wird dabei als energiereiches Futtermittel in der Milchviehhaltung eingesetzt. Als Reihenkultur mit spätem Bestandsschluss hinterlässt der Maisanbau über einen längeren Zeitraum unbedeckten Boden, was Erosion durch Starkregen begünstigt und die Bodenfruchtbarkeit sowie den Gewässerschutz beeinträchtigt. Aufgrund der späten Aussaat und langsamen Jugendentwicklung sind meist mehrere Unkrautbekämpfungsmaßnahmen nötig, die, sofern Herbizide zum Einsatz kommen, ein Eintragsrisiko für Pflanzenschutzmittel in Gewässer darstellen. Sommertrockenheit führt häufig zu geringeren Erträgen und damit zu hohen Reststickstoffmengen im Boden. Durch die späte Ernte können nachfolgende Kulturen oder Zwischenfrüchte nur begrenzt Nährstoffe aufnehmen, während weiterhin Stickstoff mineralisiert wird.
Ansätze zur Problemlösung liegen im Mischanbau mit Untersaaten für die Futterproduktion. Das Im Projekt MaStaGUs wird Reinsaat-Mais mit dem Gemenge Mais-Stangenbohne verglichen und über zwei Vegetationsperioden hinweg (2025-2026) inklusive Winterbegrünung und Folgekultur bewertet. In beiden Varianten werden drei Strategien zur Reduktion von Nmin-Auswaschungen über Winter geprüft: gezielte Zwischenfrucht, Spontanbegrünung und Untersaat. Im Fokus stehen verschiedene Untersaatmischungen, darunter Spitzwegerich, der durch tiefe Wurzeln und potenzielle Hemmung der Stickstoffmineralisation Nmin-Verlusten unter Leguminosen entgegenwirken soll. Im Folgejahr werden die Nachfruchteffekte im Getreide untersucht. Ziel ist ein erosions- und verlustarmer und damit wasserschonender, praxistauglicher Maisanbau.
Dauer
01.07.2025 bis 31.12.2026 (18 Monate)
Projektträger
- Institut fir Biologesch Landwirtschaft an Agrarökologie Luxemburg a.s.b.l.
Partner
- Comité de Collaboration Régionale (CCR) des zones de protection d’eau destinée à la consommation humaine de la région Ville de Luxembourg
Resultate
Ergebnisse des Projektes werden unter „Mehr dazu“ zur Verfügung gestellt. Mit ersten Ergebnissen ist voraussichtlich ab 30.11.2026 zu rechnen.
Kosten
Die Kosten für das gesamte Projekt, die vom Ministerium laut Projektantrag übernommen werden, belaufen sich auf maximal 94.896 Euro.
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