Irrilux Monitoring 0

Optimierte Wassernutzung im Gartenbau

Vernetzte Sensoren messen die Bodenfeuchte. Dadurch lässt sich die Bewässerung bedarfsgerecht steuern – Wasser wird effizient genutzt.
© Gembloux Agro-Bio Tech

Projektziel

Das Projekt soll ein Überwachungssystem der Bodenfeuchte mit Hilfe von vernetzten Sonden (IoT = internet of things) entwickeln, um Irrigation sowie den Einsatz von Wasser im Gartenbau zu optimieren.

Beschreibung

Im Rahmen des Projekts wird ein Netzwerk bestehend aus vernetzten Bodenfeuchtigkeitssensoren bei luxemburgischen Gemüse- und Obstbetrieben eingesetzt, um in Echtzeit die Entwicklung des Bodenwassergehaltes zu überwachen. Die automatisch übertragenen Daten werden analysiert und in ein Entscheidungsunterstützungstool integriert, das Wasserbilanzen und Feldbeobachtungen kombiniert. Daraus können parzellenspezifische Bewässerungsempfehlungen abgeleitet werden. Die Zusammenarbeit zwischen den teilnehmenden Betrieben, den Forschern, den Anbauern und den Dienststellen der ASTA soll eine progressive Verbesserung der Entscheidungshilfen zu einer effizienteren Nutzung des Wassers ermöglichen.

Tomatenanbau im Gewächshaus mit Datenlogger und Bodenfeuchtigkeitssensoren.
© Gembloux Agro-Bio Tech

Dauer

Juli 2024 – Juni 2027

Projektträger

  • Gembloux Agro-Bio Tech ; Université de Liège, Belgien

Partner

  • Service de l‘horticulture der ASTA
  • Luxemburgische Gemüsebauern und Obstproduzenten

Resultate

Die Ergebnisse des Projekts zeigen, dass die vernetzten Sensoren kein Selbstzweck sind, sondern ein Werkzeug, das Produzenten in ihrer täglichen Arbeit unterstützt. Durch den regelmäßigen Austausch zwischen Forschern, Anbauern und den Dienststellen der ASTA entstand ein gemeinsamer Lernprozess, bei dem Felddaten systematisch mit den Beobachtungen und Erfahrungen der Landwirte abgeglichen wurden. Dieser partizipative Ansatz führte zu:

  • Schrittweise verbesserten Bewässerungsempfehlungen
  • Gesteigertem Vertrauen der Nutzer in das System
  • Besserem Verständnis der betriebsindividuellen Herausforderungen

Die Ergebnisse zeigen, dass das Hauptziel nicht darin besteht, die Wasserverschwendung zu vermeiden, sondern den Produzenten ein Hilfsmittel zu geben, um die richtige Menge Wasser zum richtigen Zeitpunkt anzuwenden. Die Produzenten zeigen zudem einen starken Willen zur ressourcenschonenden Bewirtschaftung. Gleichzeitig besteht ein dringender Bedarf an Begleitung, um Daten korrekt zu interpretieren, den Kulturbedarf vorausschauend zu planen und klimabedingte Unsicherheiten (z. B. Extremwetter) in Entscheidungen einzubeziehen.

Das hohe Engagement der Produzenten und die intensive Zusammenarbeit mit den Diensten der ASTA bestätigen die Relevanz des Ansatzes. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden eine solide Grundlage für einen operativen Bewässerungsberatungsdienst in Luxemburg.

Salatfeld mit Datenlogger und Bodenfeuchtigkeitssensor.
© Gembloux Agro-Bio Tech

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