Povirisk

Ursachen von Virusinfektionen in Kartoffeln und Empfehlungen für das Anbaumanagement

Kartoffelpflanze mit Virussymptomen
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Projektziel

Das Projekt untersucht in Luxemburg das Auftreten und die Verbreitung von Virusinfektionen in zertifizierten Pflanzkartoffeln. Als zentrale Virusreservoire gelten die Randvegetation (Wildpflanzen, Unkräuter), Kartoffeldurchwuchs aus den Vorjahren sowie verschiedene Insekten, die als Vektoren fungieren. Aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit zugelassener Insektizide und der klimabedingten Förderung von Vektorpopulationen nimmt der epidemiologische Druck durch virusübertragende Organismen kontinuierlich zu.

Mit moderner Hochdurchsatz‑Sequenzierung werden alle Viren in potenziellen Reservoirpflanzen erfasst. So lässt sich die Herkunft der Infektionen präziser bestimmen und die relevanten Übertragungswege identifizieren. Dieses Wissen bildet die Grundlage für wirksame Strategien zur nachhaltigen Reduktion von Virusinfektionen in der Pflanzkartoffelproduktion.

Beschreibung

Ziel des Projekts ist es, die relevanten Quellen pflanzenpathogener Viren zu identifizieren und besser zu verstehen, wie sich Virusinfektionen in Kartoffelbeständen ausbreiten. Auf dieser Grundlage sollen langfristig nachhaltige Bewirtschaftungsstrategien entwickelt werden.

Die folgenden Hypothesen werden wissenschaftlich überprüft:

  • Neben den offiziell überwachten Viren könnten weitere Virusarten Kartoffelpflanzen infizieren.
  • Kartoffeldurchwuchs in Getreide‑ oder anderen Folgekulturen könnte eine bedeutende Quelle für Virusübertragungen darstellen.
  • Unkräuter innerhalb von Kartoffelfeldern könnten Viren beherbergen und auf Kartoffelpflanzen übertragen.
  • Mehrjährige Wildpflanzen an Feldrändern könnten als dauerhafte Reservoirs für pflanzenpathogene Viren fungieren.

Dauer

Mai 2026 bis Mai 2027

Projektträger

  • Gembloux Agro-Bio Tech, ULiège, Belgien

Partner

  • Earth and Life Institute, UCLouvain, Belgien
  • Dienststelle Phytopathologie, ASTA Strassen, Luxemburg

Resultate

Ergebnisse des Projektes werden hier auf der Webseite des Ministeriums unter „Mehr dazu“ zur Verfügung gestellt. Mit ersten Ergebnissen ist voraussichtlich ab Mitte 2027 zu rechnen.  

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